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hat man weniger beachtet. Und doch ist diese, wo möglich, nochallgemeiner. Es giebt keinen Menschen, der nicht, so lange er leidlichgesund und wohlgcmuth ist, seinen Theil davon hätte. Die Aus-ficht aufGcwinn wird von Jedermann mehr oder weniger überschätzt,und die Wahrscheinlichkeit des Verlustes von den Meisten zu geringangeschlagen; kaum von irgend Einem aber wird sie, so lange erleidlich gesund und wohlgcmuth ist, höher angeschlagen, als sic'sverdient.
Daß die Aussicht auf Gewinn geradezu viel zu hoch angeschla-gen wird, kann man daraus sehen, daß die Lottcriccn so allgemeinGlück machen. Die Welt sah nie und wird nie eine vollkommenbillige Lotterie sehen, d. h. eine, in der der ganze Gewinn dem gan-zen Verlust gleichkommt; sonst hätte der Unternehmer keinen Vortheildavon. In den Staatölottcricn sind die Loosc wirklich den Preisnicht werth, den die ersten Subscribcntcn dafür zahlen, und werdendennoch im Handel gewöhnlich mit einem Aufschlag von zwanzig,dreißig und mitunter vierzig Proccnt verkauft. Die eitle Hoffnung,einen der großen Gcwinnstc zu treffen, ist die alleinige Ursache diesesBegehrs. Selbst die nüchternsten Leute sehen darin nicht eine Thor-heit, daß man eine kleine Summe für die Aussicht bezahlt, zehn oderzwanzig tausend Pfund zu gewinnen, und doch wissen sie, daß michdiese kleine Summe vielleicht zwanzig bis dreißig Procent mehr werthist, als jene Wahrscheinlichkeit. In einer Lotterie, in welcher keinGewinnst mehr als zwanzig Pfund betrüge, würde, wenn sie auchin anderem Betracht sich einer vollkommen billigen mehr näherte,als die gewöhnlichen Staatslottcricn, doch kein gleicher Begehr nachLoosen vorkommen. Um mehr Aussicht auf einen der großenwinnstc zu haben, kaufen Manche mehrere Loosc und Andere kleine
Antheile an vielen Loosen. Und doch ist kein Satz in der Mathe-mathik so untrüglich, als der, daß man um so viel mehr Wahrschein-lichkeit hat, zu verlieren, auf je mehr Loosc man setzt. Besetze alleLoosc in der Lotterie, und du wirst gewiß verlieren: je größer dieZahl deiner Loosc ist, desto näher kommst du der Unfehlbarkeit desVerlustes. .
Daß die Wahrscheinlichkeit des Verlustes oft zu gering und sasnie so hoch angeschlagen wird, als sic'ö verdient, daö sieht man aw