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soliden und wohlbekannten Geschäftszweig: er ist in dem einen Jahreein Kornhändler, im anderen ein Weinhändlcr, und im folgendenein Zucker-, Tabak- oder Thcchändler; er ergreift jeden Handel,wenn er Voraussicht, daß derselbe mehr Gewinn als gewöhnlichabwerfen werde, und er giebt ihn wieder auf, wenn er voraus-sieht, daß der Gewinn wieder mit dem der anderen Handels-zweige in'ö Gleichgewicht kommt. Seine Gcwinnste und Ver-luste können daher in keinem gleichmäßigen Verhältniß zu deneneines soliden und wohlbekannten Geschäftszweiges stehen. Einkühner Wagehals mag wohl zuweilen durch zwei oder drei glücklicheSpekulationen ein ansehnliches Vermögen erwerben; aber die Wahr-scheinlichkeit ist nicht minder groß, daß er durch zwei oder dreiunglückliche ein eben so großes verliert. Ein solches Gewerbe kannnur in großen Städten getrieben werden, da nur an Orten, wo derausgedehnteste Verkehr und die mannigfaltigsten Handelsverbin-dungen Statt finden, die hierzu nöthigen Kenntnisse zu haben sind.

Die fünf oben erwähnten Umstände verursachen wohl eine starkeUngleichheit im Arbeitslohn und Kapitalgcwinn, aber sie verursachenkeine, wenn man das Ganze der wirklichen oder eingebildeten Vor-theile und Nachtheile, die mit den verschiedenen Kapitals- undArbeitsvcrwcndungcn verbunden sind, in's Auge faßt. Jene Um-stände sind der Art, daß sie in einigen der letzteren für den kleinenGewinn schadlos halten und in anderen den großen aufwiegcn

Damit indeß diese Gleichheit in dem Ganzen ihrer Vortheileund Nachtheile Statt finden könne, sind selbst da, wo die vollkom-menste Freiheit herrscht, drei Dinge nöthig. Erstens müssen dieGewerbe in ihrer Gegend wohlbekannt und lange gegründet sein,zweitens müssen sie in ihrem gewöhnlichen oder, wie man es nen-nen kann, in ihrem natürlichen Zustande sein, und drittens müssensie die einzige oder hauptsächlichste Arbeit Derer sein, die sieh damitbeschäftigen.

Erstens also kann diese Gleichheit nur in solchen GewerbenStatt finden, die in ihrer Gegend wohlbekannt und seit langerZeit begründet sind.

Alle anderen Umstände gleich gesetzt, ist der Arbeitslohn in neuenGewerben in der Regel höher, als in alten. Wenn ein Unternehmer