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Tempel von Delphi seine eigene Statue aus lauterem Golde; wirbrauchen freilich nicht anzunehmen, daß sie Lebensgröße gehabt habe.Seine Lebensart, so wie auch die des Hippias nnd Protagoras,zweier anderen ausgezeichneten Lehrer jener Zeit, war nach Plattfast prahlerisch glänzend. Plato selbst soll mit vieler Pracht gelebthaben. Nachdem Aristoteles Erzieher des Alexander gewesen undsowohl von diesem, als von seinem Vater Philipp, wie alle Zeugnisselauten, auf'ö Glänzendste belohnt worden war, hielt er es doch nochder Mühe werth, nach Athen zurückzukehren, um seine Lehrvorträgewieder aufzunehmen. Lehrer der Wissenschaften waren in jener Zeitwahrscheinlich weniger gemein, als sie es ein oder zwei Jahrhundertespäter wurden, wo ihre Coucurrcnz gewiß sowohl den Preis ihrerArbeit, als auch die Bewunderung für ihre Person etwas herunterbrachte. Dennoch scheinen die hervorragendsten unter ihnen im»'"einen Grad von Achtung genossen zu haben, wie ihn heutiges Tageskein Mann gleichen Standes irgendwo erreicht. Die Atheniens"beauftragten den Akademiker KarncadcS und den Stoiker Diogenes mit einer feierlichen Gesandtschaft nach Rom , und wenn ihre Stadtdamals auch schon von ihrer früheren Größe hcrabgcsunkcn war, Hwar sie doch immer noch eine unabhängige und ansehnliche Republik -Zudem war Karneadeö ein Babylonicr von Geburt, und da niemalsein Volk eifersüchtiger darüber wachte, daß keine Fremden zu äffendliehen Würden zugelassen würden, als die Athener , so folgt von selbst,daß ihre Achtung für Jenen sehr groß gewesen sein muß.

Im Ganzen ist jene Veränderung gegen früher dem allgemeinenBesten vielleicht eher zuträglich, als schädlich. Sie hat den Standeines öffentlichen Lchrcrö etwas heruntergesetzt; aber die Wohlfeilhcitder gelehrten Erziehung ist sicherlich ein Vortheil, der jenen kleinenUebclstand weit überwiegt. Auch würde das Publikum weit größerenGewinn davon haben, wenn die Einrichtung der Erziehungsanstaltenlind Hochschulen vernünftiger wäre, als sie es jetzt durchweg >'»Europa ist.

Drittens bringt die europäische WirthschaftSpolizci dadurch, daßsie die freie Cirrulation der Arbeit und des Kapitals sowohl vonGeschäft zu Geschäft, als von Ort zu Ort hemmt, in einigen Fälle»