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18) Wir kennen den Zustand der Jndnstrie im Alterthum nicht genug, um
sagen zu können, ob die Lchrlingschaft ganz frei oder gewissen Bedingungen unter-worfen war. Ein großer Theil der industriellen Arbeite» wurde von Sklavenverrichtet, was Smith zu übersehen scheint. Wir wissen, daß es bei den Römer»gewerbliche Lolloxia gab, die ihre bestimmten Gesetze hatten. Das Zwölftafelgesctzgiebt den Collcgicn das Recht, Statuten zu machen, wenn sie nur den Staats-gesetzen nicht zuwiderlaufen. M'Eulloch.
19) Die Arbeit wird im Durchschnitt i» den Städten nicht besser bezahlt, alsauf dem Lande; aber es haben, wie Smith schvn gezeigt hat, die Handels- undGcwcrksleute, die in der Stadt wohnen, für ihren Arbcitsbctrieb ein größeres Feldund mehr Gelegenheit, durch Verwendung großer Kapitalien ihr Glück zu machen.
M'Culloch.
29) Wie sich die Sache auch früher verhalten haben mag, gegenwärtig (1838)wenigstens läßt sich nicht mehr dasselbe sagen. Statt daß die in Gcwerkcn undün Handel beschäftigten Arbeiter den Landarbeiten! au Geist nachständcn, istvielmehr das Umgekehrte allein richtig. Die Weber und andere Handwerker vonGlasgow, Manchester, Birmingham u. s. w. besitzen mehr allgemeine und nütz-liche Bildung, als die Landarbeitcr in irgend einer Gegend unseres Königreichs.Die mannigfaltigen Beschäftigungen, zu denen ein Landmann nach und nach über-geht, die beständige Unsicherheit, der sie durch eine so launenhafte Macht, wie diedes Wetters, preisgegeben sind, und der unaufhörliche Wechsel der Gegenstände,der täglich vor seinen Augen vorgeht, und mit dem er fortwährend zu thun hat,Uehmcn seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch und lassen jene Langeweile undiencs Verlangen nach allerlei fremden Reizen, wovon Leute, die immer nur eineNadel zu sitzen oder überhaupt dasselbe endlose Einerlei zu treiben haben, noth-wendig heimgesucht werden, bei ihm nicht aufkommen. Dieser Mangel an Reizkann aber durch Nichts so wohlfeil und wirksam gehoben werden, als durch Anre-gung, d. h. durch Ausbildung der Geisteskräfte. Die meisten Handwerkslcutehaben keine Zeit zur Zerstreuung, und wenn sie sie auch hätten, so ist doch ihr LohnM lang bewohnten und dicht bevölkerten Gegenden zu niedrig, und der Hang zumSparen zu mächtig, als daß sie im Stande wären, in Lustbarkeiten und Ausschwei-fungen Zerstreuung zu suchen. Daher sehen sie sich denn gezwungen, in geistigenNcizc» Erholung zu suchen, und finden in ihrer Lage auch alle möglichen Mittel,Ich auf diese Weise z» befriedigen. Indem sie in großer Anzahl zusammen arbeiten,haben sie das, was den Landarbeiten! gewöhnlich abgeht, nämlich stete Gelegen-heit, über interessante oder wichtige Dinge sich zu unterhalten. So gewöhnen siefich nach und nach an'ö Denken und Rcflcctiren, ihr Geist schärft sich an demstreit widersprechender Meinungen, und ein kleiner Beitrag jedes Einzelnen setztiic in Stand, Zeitungen und andere wohlfeileZcitblätter zu halten. Wie verschiedenvUln indeß über die Ursache denken mag, so kann doch über die Sache selbst, darüber^Mlich, daß der Geist der in Gewerken und Handel beschäftigten Arbeiter mit der^U»ahme ihrer Zahl und der größere» Theilung ihrer Arbeit gewachsen sei, durch-""s kein Zweifel sein. Wir finden es unwahrscheinlich, daß die Meinung, jene