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das Gesetz alle mögliche Aufmunterung zur Entdeckung und zumBau neuer Gruben. Jeder, der eine neue Grube entdeckt, ist berech-tigt, in der Richtung, in welcher er die Ader vermuthet, zweihundertund scchsundvierzig Fuß in der Lunge und halb sv viel in der Breiteabzumessen. Von diesem Theil des Bergwerks wird er Eigenthümer,und kann ihn bearbeiten, ohne dein Grundherrn ein Anerkennungs-gcld zu zahlen. Den Herzog von Cornwall veranlaßte sein Inter-esse zu einer ganz ähnlichen Verordnung im alten Hcrzogthum. Aufwüstem und «»eingezäuntem Boden darf Jeder, der eine Zinngrubeentdeckt, ibre Grenzen in einem gewissen Umfang abstechen, was maneine Grube abgrenzen nennt. Der Abgrenzende wird der wirklicheEigenthümer der Grube, und kann ihren Betrieb entweder selbst über-nehmen, oder sie einem Anderen in Pacht geben, ohne daß er dazu dieZustimmung des Grnndcigenthümcrs braucht, dein er nur für denBetrieb ein kleines Anerkennungsgcld zu zahlen hat. In beidenVerordnungen werden die gewöhnlichen Rechte des Privatcigcnthuinsdem angeblichen Interesse der Staatscinnahme geopfert.
Die nämliche Aufmunterung läßt man in Peru der Entdeckungund dem Bau auf neue Goldgruben zu Theil werden. Beim Goldebcläuft sich die königliche Abgabe nur auf den zwanzigsten Theil desreinen Metalls. Früher war es ein Fünftel und dann ein Zehntel,wie beim Silber; aber man fand, daß der Bau auch nicht die klei-nere dieser beiden Abgaben tragen konnte. Wenn cS indeß, sage»dieselben Schriftsteller, Frczier und Ulloa, etwas Seltenes ist, einenMenschen zu finden, der durch eine Silbergrube reich geworden wäre,so ist es noch etwas weit Seltneres, einen zu finden, der aus einerGoldgrube großes Vermögen erworben hätte. Jener zwanzigsteTheil scheint die ganze Rente zu sein, die von den meisten Goldgrubenin Ehili und Peru entrichtet wird. Auch ist das Gold dem Untcc-schleif viel leichter ausgesetzt, als selbst das Silber, nicht blos wegenseines höheren Werthes im Verhältniß zu seiner Masse, sondern auchwegen der besonderen Art, wie die Natur es hervorbringt. DasSilber wird sehr selten rein gefunden, sondern ist, wie die meistenübrigen Metalle, gewöhnlich mit anderen Stoffen vercrzt, von denenxs unmöglich in so großen Quantitäten, als zur Kostendeckung nöthigsind, anders als durch ein sehr mühsames und langwieriges Versah-