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Schilling gerechnet, fünf Schilling und drei Pence machen würde.Man würde das heute als einen sehr hohen Preis für ein PaarStrümpfe für einen Dienstboten der ärmsten und niedrigsten Klassebetrachten. Dennoch muß er damals so viel bezahlt haben, als die-sem Preise wirklich gleich kommt.
Zur Zeit Eduard's IV. war das Strumpfstricken in Europa wahrscheinlich noch nirgends bekannt, man machte die Strümpfe ausgemeinem Tuche, und das war wohl eine der Ursachen, warum steso theuer waren. In England soll die Königin Elisabeth die erstegewesen sein, die gestrickte Strümpfe (stocleings) trug; sie erhielt sievon dem spanischen Gesandten zum Geschenk.
Sowohl in der groben als feinen Wollcnmanufaktur waren dieWerkzeuge damals weit unvollkommener als sie heute sind. Es sindihr seitdem drei Hauptvcrbesscrungen zu Theil geworden, wozu manwahrscheinlich noch manche kleinere zu rechnen hat, deren Zahl oderWichtigkeit sich schwer angeben laßt. Jene drei Hauptvcrbesscrungenwaren: erstens die Vertauschung des Rockens und der Spindel mitdem Spinnradc, welches bei gleicher Quantität Arbeit ein mehr alsdoppeltes Resultat liefert; zweitens, der Gebrauch einiger sehr sinn-reichen Maschinen, die das Winden dcö Wollen- und Kammwollcn-garnö, oder die angemessene Zurichtung der Kette und des Einschlags,ehe sie auf den Stuhl kommen, erleichterten und abkürzten: dc>Mdiese Operation mußte vor der Erfindung jener Maschine äußerstlangwierig und mühsam gewesen sein; drittens die Anwendung derWalkmühle zur Verdichtung des Tuches statt dcö früher üblich^Tretend im Wasser. Weder Wind- noch Wassermühlen irgend cinrrArt waren in England vor dein Anfange des 16. Jahrhunderts be-kannt, und so viel ich weiß, kannte man sie überhaupt in dem nörd-lichen Europa diesseits der Alpen nicht. Nach Italien waren st^etwas früher gekommen.
Die Betrachtung dieser Umstände macht es uns vielleicht einigtmaaßcn deutlich, warum der Realpreis der groben und feinennufakturcn in jener alten Zeit so viel hoher war als heute. ^kostete eine größere Menge Arbeit, die Güter auf den Markt zu br>'mgen, weshalb sie, einmal dahin gebracht, für den Preis einer größ^ren Menge gekauft werden mnßten.