Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
Seite
96
JPEG-Download
 

96

mit ausländischen Gutem gemacht wird und keine Ausfuhr von Goldund Silber verursacht, die nämliche Quantität Geldes im Lande blei-ben würde, wie früher. Aber wäre die Quantität Nahrung undKleidung, die von unproduktiven Menschen aufgebracht wurde, unterproduktive vertheilt worden, so hätten diese den vollen Werth ihrerConsumtion sammt einem Gewinne reprodueirt. ES würde in die-sem Falle auch die nämliche Quantität Geld im Lande gebliebensein, aber es hätte außerdem zugleich eine Reproduktion eines gleichenWerthes vcrzehrbarcr Güter Statt gesunden. Mithin hätte cö zweiWerthe statt eines gegeben.

Ueberdics kann nicht ein und dieselbe Quantität Geld lange ineinem Lande bleiben, in welchem der Werth des jährlichen Produktesgeringer wird. Der einzige Gebrauch des Geldes ist der, vcrzchr-barc Güter in Umlauf zu bringen: mittelst dcö Geldes werden Nah-rungsmittel , Materialien und fertige Arbeiten gekauft und verkauft,und an ihre Consumenten vertheilt. Mithin muß sich die QuantitätGeldes, die man in einem Lande jährlich brauchen kann, nach demWerth der vcrzchrbarcn Güter richten, die jährlich in demselben um-laufen. Diese müssen entweder in dem unmittelbaren Boden- undArbeitsprodukte des Landes selbst, oder in sonst Etwas bestehen,was mit einem Theile dieses Produktes gekauft worden ist. Darummuß ihr Werth geringer werden, wenn der Werth dieses Produktesgeringer wird, und hierdurch verringert sich auch die Quantität Gel-des, die dazu dient, sie in Umlauf zu setzen. Allein man wird daSGeld, welches durch diese jährliche Verringerung des Produktes ausdem inneren Umlauf verschwindet, nicht müßig liegen lassen. DaSInteresse jedes Geldbesitzers fordert, daß er cö anlege. Da sich ihmaber zu Hause keine Gelegenheit dazu bietet, so wird er es trotz allerGesetze und Verbote in's Ausland schicken, und zum Altkauf verzehr-barer Güter gebrauchen, die im Lande selbst gewünscht werden. Diejährliche Ausfuhr wird auf diese Weise eine Zeit lang die jährlicheConsumtion deS Landes über den Werth seines eigenen jährlich^Produktes hinauötrcibcn. Waö in den Tagen dcö Wohlseins voMJahrcSproduktc gespart und zum Ankauf von Gold und Silber ver-wendet worden ist, wird nun in der Roth eine Zeit lang dazu die-nen, die Consumtion zu versorgen. In diesem Falle ist die AuSftchr