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stellten Prinzip, daß der Gewerbsflciß sich stets nach dem Kapitalbctragc richte,durchaus unverträglich ist. Nimmt man, um die Sache deutlich zu machen, an,daß der von Smith angegebene Fall wirklich eintritt, — daß schottische Gewerks-waaren nach Portugal geschickt werden, so liegt es auf der Hand, daß, wenn inLondon die Nachfrage nach diesen Gewcrkswaaren eben so stark bleibt, als sie vorjener Versendung gewesen war, neue Kapitalien und neue Arbeiter nöthig sind,um nun sowohl den Londoner als den Portugiesischen Markt mit jenen Waaren zuversorgen. Es würde also die Industrie des Landes in diesem Falte, statt durchdie schottische Ausfuhr eine Verminderung zu erleiden, sich vielmehr offenbar ver-größern, und ein neues Feld für gcwinnreiche Kapitalanlcgung finden. Wenndagegen, während die schottischen Kaufleute ihre Gewcrkswaaren nach Portugal auszuführen anfangen, die Londoner Kaufleute gleichfalls einen ausländischen Marktfinden, wo sie sich auf wohlfeilere Weise die Güter verschaffen können, die siefrüher aus Schottland bezogen, so hört sofort aller Verkehr zwischen England undSchottland auf, und an die Stelle des inländischen Consumtionshandcls tritt derausländische. Es ist indeß klar, daß dieser Wechsel keine schlimmen Folgen habenund keine» Mensche» außer Arbeit setzen kann. Im Gegentheil würde sowohl denschottischen Gcwcrkcn, als denen der Metropole ein neuer Sporn gegeben, insofernnämlich nur die Gelegenheit, ihre Produkte vorthcilhaftcr abzusetzen, die Kaufleutezu dieser Vertauschung des inländischen mit dem ausländischen Markte veranlaßthätte. Die Sache ist also die, daß, wenn ein inländischer Handel gegen einenauswärtigen vertauscht wird, ein neues Kapital in diesen eintritt, welches derNation, mit der jener Handel geführt wird, gehört; darum wird aber nochkeincöwcgcs das Kapital oder der Gcwcrbflciß jener Nation, die so gewechselt hat,vermindert, da vielmehr das eine wie der andere unter vorthcilhaftcrcn Umständenund mit größerer Wirkung angewendet wird. Siehe Ricardo'S ?rmci,>Ies vk l>oli-licai Lcvnomz- anü Taxation, 3 ä. eü. gox. 419. Mac Culloch.

4) Das ist durchaus falsch. Wenn die Rctouren des in den auswärtigenConsumtivnshandcl gesteckten Kapitals länger währen als die eines in den Binnen-handel gesteckten, so sind sie auch viel größer. Smith hat gezeigt, daß im Durch-schnitt alle Kapitalien, wie sie auch immer angelegt sein mögen, ein und denselbenreine» Gewinn liefern; so lange Das aber der Fall ist, müssen sie auch, so ver-schieden sie in vielen anderen Beziehungen sein mögen, doch gleich Vortheilhast sein.

Mac Culloch.

ö) Aber die Thatsache, daß Kapital in den Zwischenhandel gesteckt wird,zeigt, daß der reine Gewinn, den er abwirft, ganz eben so groß ist, als irgendeiner, der dabei herauskommen könnte, wenn das Kapital auf den Landbau oderden Binnenhandel gewandt würde. Es ist aber bereits bemerkt worden, daß derwahre Vorhcil eines Geschäftes nach dem Betrage eines solchen reinen Gewinnesbemessen werden muß. Mac Culloch.