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Die Moosflora der Rheinpfalz für die Mitglieder der lieben Freunde der Pollichia / von Th. Gümbel
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fnndenes wieder aufgesucht wird, tritt uns Neues entgegen, vondem es sich nicht geradezu sagen lässt, dass es früher wäre'übersehen worden. Desshalb soll man nicht müde werden, einschon als für bekannt geltendes Gebiet aufs Neue, und diesswiederholt mit aller Aufmerksamkeit zu durchforschen.

Ich glaube in dem Vorstehenden den Beweis geliefert zuhaben, dass unsere Flora es verdient, der speciellen Aufmerk-samkeit der Freunde unserer Pollichia anempfohlen zu werden.Meine jüngsten Beobachtungen im letzten Frühjahr an sonst mirwohlbekannten Orten belehren mich auf das Sprechendste, dassausgedehntere Durchforschungen von den verschiedensten Seitenaus noch lohnend sein werden. Der Eifer für weitere Durch-forschung wird sicher unser Gebiet noch mehr bereichern.

Neben dem Eifer einheimischer Forschungen haben wir abernoch einen andern Grund für den Reichthum unseres Gebietes.Dieser Grund liegt in der grossen Mannigfaltigkeit der Boden-verhältnisse unter dem Einflüsse eines im allgemeinen für Wein-,Welschkorn- und Waizen-Kultur günstigen Klimas, das an ein-zelnen Stellen, wie auf den Höhen des Donnersberges, kaumeinen subalpinen Charakter annimmt. Unser Gebiet diesseits desRheines lässt sich in geologischer Beziehung in vier kleinereGebiete eintheilen, und zwar 1) in das der Steinkohlenformation,2) in das des Vogesensandsteines, 3) in das des bunten Sand-steines und 4) in das der Tertiärbildung.

Das erstere ist namentlich durch die eruptiven Gesteine,wie Porphyr und Diorit, am Donnersberge bei Wolfstein undKusel ein Boden für unsre Moose, während der Kohlenschiefervon minderer Bedeutung ist. Westlich wird dasselbe von demGebiete des Nahethaies begrenzt, während sich öst- und südöstlichdas zweite Theilgebiet, das des Vogesensandsteines anschliesst.Für dieses geben die Umgebungen von Kaiserslautern , Dahn undHomburg gleichsam die Knotenpunkte ab, an denen sich dieHauptvorkommnisse constatiren lassen. Hier ist cs vorzugsweiseem ausgedehnter Waldbezirk, der sich durch einen Quellenreich-thum auszeichnet, und eine üppige Moosentwicklung, sowohl aufschroffen Sandsteinfelsen, als auf Waldbäumen zulässt.

Das dritte Theilgebiet ist Zweibriickens classische Umgebung,bestehend aus buntem Sandstein in den Niederungen mit schattig