Erklärung der Figurentafeln.
Fig'l. Der lange Spiess. Die Hauptwaffe des schweizeri-schen Fussvolkes hatte 18 Schuh Länge und eine kurze eiserne Spitze■von ■verschiedener Form (», b, c, d).
Fig. 2. Kurze oder Knebel-Spiesse. Sie waren 8-10 Fuss
lang und hatten meist ein langes schweres Eisen. Die Form derselbenbat im Lauf der Zeit vielfach gewechselt, a und b sind Knebel-Spiesse ausdem XXV. und XV. Jahrhundert, c und d sind Partisanen aus demXV. und XVI. Jahrhundert. (Zeughäuser von Luzern, Zürich, Bern ,Solothurn, Basel etc.)
Hg. 3. Hellebarden. Ein Bündel Bellebarden von verschie-denen im XV. Jahrhundert häufig vorkommenden Formen. (DieboldSchillings Berner Chronik.)
Fig. 4. Hellebarden. Die Formen a, b, o gehören dem XIV.Jahrhundert an; die Originale derselben befinden sich in der in-teressanten Sammlung des Herrn Commandant Meyer - Bielmann inLuzern ; d eine Art Hellebarde, die auch mit dem Namen Qese be-zeichnet wurde (Diebold Schillings Luzemer Chronik und in vielenSchweizer -Sammlungen); (Demin in seinen Kriegs waffen nennt dieseArt Hellebarden (d) Schwert-Gläven oder Rossschinder [franz. glaive-guisarme]; e und f Hellebarden aus dem XVI. Jahrhundert.
Fig. 5. Mordäxte. a. Mordaxt aus dem XV. Jahrhundert(Zeughaus in Luzern ); b. aus dem XIV. Jahrhundert (Sammlung desHerrn Meyer-Bielmann in Luzern); c. (Zeughaus in Zürich ); d. (Ab-bildungen in Diebold Schillings Luzemer Chronik).
Fig. 6. Morgenstern. Eine alte und unvollkommene Waffe,die sich lange, wohl nur aus dem Grunde erhalten hat, weil sie leicht her-zustellen war. — Die Nägel sind bei den altem Morgensternen 3-, beidenen späterer Zeit deckig. — Oft wurde der mittelste, auf dem Kopfdes Morgensternes befindliche Nagel durch eine lange, starke, dolch-artige Klinge ersetzt. Die Waffe wurde dadurch geeigneter zum Stoseegemacht.