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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Nation in FricdcnSzcitcn Gold und Silber aufhäufen, damit sie,wenn der Fall einträte, Mittel habe, auswärtige Kriege zu führen.

Diesen allgemeinen Begriffen gemäsi haben alle europäischen Völker, freilich ohne sonderlichen Erfolg, auf alle möglichen Mittelgesonnen, wie sie Gold und Silber in ihren Ländern aufhäufenkönnten. Spanien und Portugal , die Eigenthümer der bedeutendstenBergwerke, aus denen Europa mit diesen Metallen versorgt wird,haben die Ausfuhr derselben entweder unter den härtesten Strafenverboten, oder sie mit einer hohen Abgabe belegt. DaS gleicheVerbot scheint in alten Zeiten einen Theil der Politik der meistenübrigen europäischen Volker ausgemacht zu habe». ES findet sichsogar, wo man es am Allerwenigsten erwarten sollte, in einigenalten schottischen ParlamcntSakten, die die AuSfuhr des Goldes undSilbers „aus dem Königreiche hinaus" bei schwerer Strafe unter-sagen. Eine gleiche Politik hatte vor Alters in Frankreich undEngland Statt.

Als diese Länder Handel zu treiben ansingen, fanden die Kauf-leute jenes Verbot in manchen Fällen höchst beschwerlich. Siekonnten oft die fremden Güter, die sie entweder in ihr eigenes Landeinführen oder in andere fremde Länder bringen wollten, vortheil-haftcr mit Gold und Silber, als mit anderen Waaren kaufen.Daher machten sie gegen jenes Verbot als ein schädliches Vor-stellungen.

Erstens stellten sie vor, daß die Ausfuhr von Gold und Silberzum Ankauf fremder Güter nicht immer die Quantität dieser Metalleim Königreiche vermindere. Im Gegentheil könne sie dieselbe oftvergrößern, weil jene Güter, wenn der Verbrauch derselben im Landedadurch nicht vermehrt würde, wieder nach fremden Ländern ausge-führt werden könnte», und dann, da sie mit großem Gewinne ver-kauft würden, mehr Schätze zurückbrächten, als zu ihrem AnkaufehinauSgeschickt worden wären. Mun vergleicht diese Operation beimauswärtigen Hanvel mit der Saatzeit und der Ernte beim Ackerbau:„Wenn wir daö Thun und Treiben dcS LandwirtheS nur zur Saat-zeit betrachten, wo er viel gutes Korn in die Erde hinwirft, so wer-den wir ihn eher für einen Narren als für einen Landwirth halten;sehen wir hingegen seine Arbeiten in der Ernte, die das Ende seiner