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man cö hingegen, diese Quantität durch außerordentliche Mittel zuvermehren, so würde man eben so unfehlbar ihren Gebrauch unddamit zugleich ihre Quantität vermindern, die bei diesen Metallenniemals größer sein kann, als der Gebrauch es nöthig macht. Soll-ten sie jemals über diese Quantität hinaus sich anhäufen, so ist ihreVersendung so leicht und der Verlust, wenn sie müßig und unbenutztliegen, so groß, daß kein Gesetz ihre sofortige Ausfuhr aus demLande verhindern könnte.
Es ist nicht immer nöthig, Gold und Silber aufzuhäufen, umeö einem Lande möglich zu machen, auswärtige Kriege zu führenund in entfernten Gegenden Flotte» und Heere zu unterhalten. Flot-ten und Heere unterhält man nicht mit Gold und Silber, sondernmit verbrauchbarcn Waaren. Eine Nation, die durch das jährlicheProdukt ihres einheimischen Fleißes, durch das jährliche Einkommenaus ihren Ländcrcicu, ihrer Arbeit und ihrem verbrauchbarcn Ver-rath die Mittel gewinnt, jene verbrauchbarcn Güter in entferntenGegenden zu kaufen, kann dort auch Krieg führen.
Es kann eine Nation den Sold und die LcbcnSmittcl für einHeer in einem entfernten Lande auf dreierlei Art beschaffen. Siekann erstens einen Theil ihres aufgehäuften Goldes und Silbers,oder zweitens einen Theil vom jährlichen Produkte ihrer Manufak-turen , oder endlich einen Theil ihres jährlichen Rohproduktes hin-ausschickcn.
Das Gold und Silber, das man in einem Lande als aufge-häuft oder aufgesammelt betrachten kann, läßt sich in drei Theiletheilen: erstens in das umlaufende Geld, zweitens in das Geschirrder Familien, und drittens in daS Geld, welches durch langjährigeSparsamkeit gesammelt und in den Schatz des Fürsten niedergelegtworden ist.
Von dem umlaufenden Gelde des Landes kann nur selten vielerspart werden, weil nur selten viel davon überflüssig sein kann.Der Werth der in einem Lande jährlich gekauften und verkauftenGüter erfordert eine gewisse Quantität Geldes, um sie in Umlaufzu setzen und an ihre Consumcnten zu bringen; mehr aber, als dieseQuantität, läßt sich nicht verwenden. Der Umlaufskanal ziehteine Summe an sieh, die Ihn gerade füllt, und läßt nicht mehr zu.