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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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1V) Zu der Zeit, als Smith schrieb, war der Geldpreis des Getreides i»seinem Lande derselbe, wie in allen übrigen. Er änderte sich von Jahr zu Jahr,je nach der Fruchtbarkeit; aber der mittlere Preis war mit sehr geringen Diffe-renzen so, wie er überall war. In dieser Lage hatte England kein Interesse,fremdes Getreide herbeizuziehen, weil cS nicht nur in allen gewöhnlichen Jahrenselbst so viel gewann, als seine Einwohner brauchten, sondern gewöhnlich auchnoch große Quantitäten von allerlei Bodcnfrnchten, deren Ausfuhr durch Grati-fikationen befördert wurde, ins Ausland versandte.

Allein seit ungefähr 3» Jahren ist in England die erstaunlichste Revolutionim Geldpreise des Getreides eingetreten. Diese Waare, die seit der Ausbeute deramerikanischen Bergwerke den Preis von 2 I,. 1 «b. Sterling für den Quartcrbehauptet hatte, ist auf mehr als das Doppelte dieses Preises gestiegen ; sie ist nochjetzt in England um St» bis 61» Prvecnt theurer, als in allen andern Ackerbautreibenden Ländern Europas .

Da inmitten dieser außerordentlichen, andauernden Thcurung die Noth derGrundeigenthümer und Landwirthc immerfort zunahm, so glaubte die Regierungihnen eine Art von Monopol bewilligen zu müssen, indem sie die Einbringungfremden Getreides aus so lange verbot, bis das einheimische den Preis von 4 I,.für den Quartcr erreicht hätte. Diese Maßregel, die seit etwa sechs Jahren inKraft ist, hat, wie es scheint, das Lovs der Landwirthc nicht erleichtert: niemalswar ihre Lage trauriger und niemals ihre Reklamation so häufig und allgemein.

Es verdient daher untersucht zu werden:

1) welche Ursachen dieses Mißgeschick einer anhaltenden Gctreidcthcmungüber England gebracht haben.

2) welche Wirkungen dieser Zustand der Dinge auf den allgemeinenWaarcnprcis in jenem Lande gehabt hat.

3) welches Resultat die Einfuhrbeschränkung haben mußte, und welche Artvon Erleichterung sich für das Grundeigcnthum hoffen läßt.

Da die anhaltende Gclreidcthcurung in England sich erst in den letzten Jahrendes vorige» Jahrhunderts fühlbar zu machen anfing, und der Preis bis dahin vondem anderer ackerbauende» Länder im Allgemeinen nicht abwich, so darf man dieUrsache jener Erscheinung nirgends anders als in dem von der Regierung damalsangenommenen System und in den Begebenheiten suchen, die mit diesen! System-wechsel zusammenfielen und die Wirkungen desselben »och trauriger machten.

Eine Regierung, die mittelst Verordnungen, Begünstigungen und Prämiendie Manufaktur-und HandclSindustric zum Schaden der Ackerbanindustrie aufzu-muntern sucht, die der Arbeit und den Kapitalien eine erzwungene und dem natür-lichen Laufe der Dinge entgegengesetzte Richtung giebt, die durch die außerordent-liche Ausdehnung ihrer Marine und ihrer Kolonien und durch die llngesundheitihrer meisten Fabriken einen großen Mcnschenverbrauch bewirkt und dadurch zueiner VolkSvcrmchrung anreizt, welche alles Verhältniß zur Größe und Frucht-barkeit des Landes übersteigt: — eine solche Regierung versetzt sich selbst in dieNothwendigkeit, einen großen Theil der nothwendigen LcbcnSmittcl von, Auslande