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Bayern beim Tode Friedrichs II. von Hohenstaufen : Festschrift zum Wittelsbacherjubiläum und Programm zur Schlussfeier des Schuljahres 1879/80 an der Königlichen Kreis-Realschule München / von Adalbert Schoettl
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68
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grass unterstellt war.*) Das Amt war sehr erträglich und hatte be-sonders Käse zu liefern, so Gaden, Bodenau, Pollen, Aich undAchtingen zusammen 3800 Stucke Käse. Auf der Hügelkette,die bei Freising näher an die Isar herantritt, befand sich dasvon Korbinian gegründete Benediktincrkloster Weihenstephan .Während es in früheren Zeiten durch Schenkungen zu Machtund Ansehen gelangt war, litt es nacligehends viel durch Brandund Feinde, und das Kloster kam so herab, dass im Jahre 1250der Abt Ulrich II. und der Konvent sich gezwungen sahen, demBürger Herbord in Freising ihr Gut in Chiemberg um 10 TalenteMünchener und zwei Talente Regensburger Münze zu verkaufen.Den geschmälerten Besitzstand des Klosters lernen wir aus einemvom Papst Alexander IV. ausgestellten Privilegium kennen. ZurZeit des Interdikts erhielt auch Weihenstephan Erlaubnis, denGottesdienst zu feiern. **)

An der Mosach lag dann noch das PrämonstratenserklosterNeustift (gegründet 1141.) Wie Weihenstephan hatte es vieldurch Raub und Verheerung zu leiden und wurde dreimal nieder-gebrannt , wodurch die älteren Diplome verloren gegangen sind.Ludwig der Kelheimer begabte das Kloster mit Privilegien undschenkte ihm den Zehnten von den Gütern, die durch den Toddes Kalhoch von Kirchbcrg und des Ulrich von Buchrcin an ihngefallen waren. Auch Otto erwies sich dem Kloster huldreichund bedachte es 1241 mit den Zehnten, die er von den Mün-chener Mühlen zog. Dem Schenkungsakte wohnten die Grafenvon Wasserburg und Moosburg bei und unterschrieben die Ur-kunde als Zeugen."'" 1 ' 1 )

Südlich von den beiden Aointcrn erstreckte sich längs der

selbst ausdrücklich l’risinge (Langenpreising ), das 5 Stunden nord-östlich von Freising an der Sempt liegt, geschrieben stoht. Der Namowürde auch für Freising gar nicht passen, das Frisinge, Friixinetumbezeichnet wird; es wäre übrigens auch gar nicht oinzuseben, wie einherzogliches Amt in die bischöfliche Stadt käme.

*) Mon. Boic. XXXVI. 1. p. 13.

**) Mon. Boic. IX. 50G.

***) Mon. Boic. IX. 580.