das Bheinthal weit und eben, verengt und erweitert sichdann verschiedene Male, und bietet so allmälilig alleAbwechselungen der schönen Schweizerthäier : bald dender üppigen Fülle und des Romantisch-Anziehenden, baldden des Felsig - Wilden und des Eisig-Starren. Steilerwird es von Chur an, der Hauptstadt Graubündens , wosich die Züricher Poststral'se mit dem Wege vereinigt.Mühsam ist er oft an Felsen angelehnt, oft unter den-selben hiudurchgeführt. Zu Zilis mufsten wir, dreiFremde und der Conducteur, unsern bequemen Reise-wagen verlassen, um uns von nun an zweier offenenChar-ä-bancs zu bedienen, theils weil der Weg schlechterwurde, da der Boden noch vom frisch geschmolzenenSchnee durchweicht war, theils weil wir vor der näch-sten Station schon die gegenwärtige Schneegrenze er-reichten. Schauerlich wild starrten ungeheure Felswändeüber uns empor, und tief unter uns brachen sich dieWellen des Rheins in grauser Bergschlucht. Baum-stämme lagen, tausendfach zersplittert vom hohen Sturze,um uns her. Doch erweiterte, es verflachte sich dasThal wieder etwas, und im Zickzack 'führte uns derWeg bis zur Grenze des Schnee’s. Hier mufsten wirauch die Char-a-bancs unter freiem Himmel zurücklas-sen , in Gesellschaft vieler andern, die leer umherstun-den. Die Sitze wurden abgeschnallt und auf Schlittenbefestigt, die, aus wenigen Holzstücken roh zusammen-gefügt, in Menge vorräthig am Wege waren. DieseWagen und Schlitten gehören theils der Postanstalt,theils den Waarentransportanten, welche den Weg überden Splügen oder Bernhardin jede Woche mit Leinwand,
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Buch
Skizzen und Ausarbeitungen über Italien : nach einem zweyten Besuche im Jahre 1827 / geschrieben von Dr. Heinr. G. Bronn
Entstehung
Seite
13
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