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Skizzen und Ausarbeitungen über Italien : nach einem zweyten Besuche im Jahre 1827 / geschrieben von Dr. Heinr. G. Bronn
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Gedicht und prangende Worte zum Ohre, als durch dessenGehalt zum Gemiithe zu sprechen. Ist vielleicht dasSonett überhaupt Italienischen Ursprungs, und bedeu-tet ein leichtes Getöne? Sonare heifsttönen und dasDiminutiv Sonettare Sonettmachen.

Ich habe früher von den schönen Ballets in Neapel und Mailand erzählt. Es sind der Theater wenige, wodergleichen aufgefiihrt werden , aufser beiden genanntennemlich nur noch jenes in Turin ; in Florenz und eini-gen anderen Städten abersieht man nuf Ballette einer gerin-gen Art, wo es nicht auf Zierlichkeit und Leichtigkeit,nicht auf Geschmack in Dekoration und Kostüm und aufRichtigkeit der Pantomimen, sondern auf Kraftsprünge,auf Sprünge und Caprioien abgesehen ist, welche einebesondre Körperstärke, eine lange Uebung besondrerArt voraussetzen, und durch das Unerwartete oft über-raschen und Lachen erregen. Diese Sprünge werdenSaltaggi genannt. Dazu sind wenige Personen erfor-derlich. Sie verhalten sich zu den andern Ballets, wieder Ilanswürst bei unseren Englischen Reitern und Seil-tänzern. Die Ballets werden entweder nach den grofsenOpern oder in Mailand zwischen zweien Akten derselbengegeben, wo sie meistens noch viele Leute anziehen.Dieser Fall trat namentlich 1827 wieder bei den Ballet-tenZaire undPietro di Portogallo ein.

Wie auf jedem Theater ein Entrepreneur es unter-nimmt, dem Eigenthümer einerseits seine Kapitalzinsenzu entrichten, anderseits aber für Belustigung des Pu-blikums durch Verträge mit Schauspieler-Gesellschaftenzu sorgen, und er letzteren die Theater wieder in After-

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ßromt, Rehe II.