XVIII.
Städtische Bäder.
Or che Galeno apprestaAcque salnbri a Dori,
O faretrati Amori,
Venitela a mirar!
Vittoreili (a Dori).
Es würde nicht überraschend scyn, wenn in einem solieifsen Klima auf die Bäder der Städte eine besondreAufmerksamkeit und Fürsorge verwendet würde. Alleinobsclion es an beträchtlichen und schönen Anstalten dazunicht mangelt, so geschieht im Ganzen doch vielleichtweniger, als man zu erwarten berechtiget ist; sie wer-den auch weniger bereit gehalten und benutzt, nämlichnur bei sehr heifsem Wetter, so dafs der Fremde oftvergeblich nach einem Bade sucht; und namentlich istauffallend, wie weit allerwärts die modernen Bade-Anstal-ten gegen die der alten Römer an Eleganz zuriickstehen.Zwar feht es in gröfseren Städten nicht an Marmor-Wan-nen, obschon diese im Frühjahre, ehe die Oberfläche derErde allmählich recht durchgewärmt ist, viel mehr IIolzzu Heitzung des Wassers erheischen, und dennoch die