Band 
[Band 1.]
Seite
62
JPEG-Download
 

62

Die Formeln der sphärischen Astronomie.

folgt, dem sichtbaren Pole nähert, positiv nennt und durch Abezeichnet, so ist:

= w

Wenn das Chronometer nach mittlerer Zeit geht, so ist derStundenwinkel t sehr nahe = 15 / s (6‘ — ö), wenn es aber nachSternzeit geht, so muss man von x j 2 (/P — 6) die Voreilung derSternzeit während des Intervalls V 2 (Ö' — 0) ahziehen um densehr genäherten Stundenwinkel t zu erhalten. Setzt man die vor-anstehenden Werthe für 2* und t in die Gleichung (c), so erhältman:

A ( ff — 0 )

tg.Ö

A (0‘ — 0)

tg-<p

sin. 15

48"

Demzufolge ist die Mittagsverbesserung:

4(6‘ — d) tg. d

J(ß‘ — Ü)

48" 30

sin. 15

Setzt man in diesem Ausdrucke der Kürze wegen:

A und

48" 30

sin. 15

0 ' — 648" 30

1

so nimmt die obige Formel die Gestalt:

— A. Ai tg.qi -|- A B. tg. d

an. Um nach ihr die Mittagsverbesserung zu berechnen, bestimmtman den Werth von A und 8 nach Tafel II. oder entnimmt sieaus den Ephemeriden; log. A und log. B dagegen kann man ausder von Gauss herrührenden Tafel XXII. entnehmen, welchenach Argumenten der in mittlerer Sonnenzeit ausgedrückten Zeit-intervalle fortschreitet.

11. Bestimmung der Breite aus zwei Höhen

und der Zwischenzeit.

07 Der Gang der Rechnung, nach welcher man aus zwei Höhen

und der Zwischenzeit die Breite berechnet, ist folgender.