322
Zusätze
triebenen primitiven Massen einporheben läfst, wie dieneueste Theorie dieses erfordert.
Der Theorie von Moro trat sein Landsmann Gabrinibei 1 2 3 4 ); aber die Geologen anderer Länder ignorirten siegröfstentheils ganz, und stellten ganz andere Hypothesenüber die Bildung der Berge auf. Buffon scheint sie nichtzu kennen. Wallerius 2 ) führt sie so flüchtig und auf einesolche Weise an, dafs man glauben mufs er habe sie ent-weder nicht näher gekannt, oder nicht verstanden. Ber-trand :i ) gedenkt ihrer nicht; Wkitehurst ebenfalls nicht,obgleich er den im Innern der Erde entwickelten elastischenFlüssigkeiten wenigstens einigen Antheil an der Bildung derUnebenheiten der Erdoberfläche zuschreibt. Unter denNaturforschern neuerer Zeit, namentlich den Teutschen,hat zuerst der ehrwürdige, scharfblickende Blumenbach 4 )über die Entstehung der Berge ganz dieselbe Ansicht ge-Uufsert, welche Moro und die neueste Erhebungstheorievortragen. Er sagt, die Versteinerungen finden sich aufhohen Bergen, die nur w r ie Blasen im Brode, durchinnere Gluth emporgehoben worden sind. But-ton’s Theorie, die der von Moro nahe kommt, aber dochin vielen wesentlichen Stücken von dieser abweicht ist vonden Teutschen — obgleich sie bald nach ihrem Bekannt-
1) Diss. de successioa produclione montium, in nuova Raccoltad\rpuscoli etc. T. 2. p. 293. — Teutsch in Allgein. Magaz.der Natur, Kunst u. Wissenscli. Th. 10. S. 201. — Desselbende origine montium philosophica disquisitio prima. Pisauri1752. 8.
2) De montium origine dissertatio. Upsala 1758. 4. und in desVerfassers disputationes academicae. Fase. 2. p. 64.
3) Sur l’origine des montagnes, in des Verf. Memoires sur 1«structurc intörieure de la terre, und in dessen Iiecucil deTraites etc. Avignon 1766.
4) Handbnch der Naturgeschichte, älteste Ausg. v. 1779. §. 222 |225, 246.