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Excursion der Section Rhätia auf die Sulzfluh im Rhätikongebirge
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Sonderbarer Weise und durch einen eigentümlichenZufall geleitet musste die Verirrung in einer Gebirgslokalitätgeschehen, die durch Sage und deren Verkettung eine Rollespielt in der Geschichte der Sulzfluh-Höhlen und geradefür uns durch ein hieran geknüpftes tragisches Ereignissvon Bedeutung war. Sage und Ereigniss spielen in derZeit der Hexenprozesse.

Im alten Sammler Band 3 vom Jahre 1781 (Seite 34)macht Catani bei der Beschreibung einer mit Pool unter-nommenen Excursion auf die Sulzfluh und in die Höhlenderselben, folgende Mittheilung:Der Letzte, der sie (dieHöhlen) bestiegen haben soll, ist ein gewisser Einwohnervon St. Antonien gewesen, dessen Name noch bekannt ist jeben dieser hat auch Kennzeichen darin aufgerichtet, dassdie Grotte*) bestiegen worden. Sein Schicksal allein könntevon dem Vorhaben, es ihm nachzuthun abschrecken, dennder Aberglaube seines Jahrhunderts hielt ihn für einenHexenmeister, und selbst das Besteigen dieser Kluft mussteals ein Werk seiner Kunst wider ihn zeugen. Ein HerrJecklin war damals reformirter Pfarrer in St. Antonien,und ob er ihm schon das Zeugniss des fleissigsten Betersund Zuhörers gab, ob er schon selbst Gott, Gewissen undalles zum Zeugen seiner Unschuld nahm, so überwand ihndoch das abscheuliche beharrliche Foltern auf das Zeugnissanderer Gerichteten, und er ward auch gerichtet.

Diesem Brennpunkte in der Geschichte der Sulzfluh-höhlen suchten wir näher zu kommen durch die Erfor-schung der Zeit, des Namens des Unglücklichen und dernäheren Umstände des tragischen Ereignisses. Herr Orts-pfarrer G. Hitz in St. Antonien wurde von uns um Nach-forschungen in den dortigen Kirchen- und Gemeindsbüchern

*) Eine Grotte an der Weissfluh. Soll nun unzugänglich ge-worden sein.