2. Die eisernen Röhren z« großen Röhren-leitungen werden gegossen; zu kleinen aber verfertigtman sie wohl von Eisenblech. Das Wasser bekommtvon den eisernen Röhren einen eignen metallischenGeschmack, der aber nicht stark und nicht schäd-lich ist.
Gemeiniglich ist ein eisernes gegossenes Röhren,stück nicht kürzer als 3 und nicht langer als 7 Fuß.Die Verbindung solcher Röhrensiücke mit einanderkann auf folgende Art geschehen. Man laßt jedesRöhrenstück an einem Ende, dem sogenannten Kopfe,ungefähr auf eine Lange von 4 Zoll merklich weitermachen, als auf der übrigen Lange, und zwar ausdem Grunde, damit man das nächst anstoßende Rüh-renstück bequem 4 Zoll tief hineinstecken könne undder eingesteckten Röhre noch ein Spielraum von$ Zoll bleibe. Am andern Ende, dem Schwänze,welcher in den Kopf eingesteckt werden soll, bekommtdie Röhre rings herum von außen eine oder zweyVertiefungen oder Hohlkehlen. Der Schwanz desfolgenden Röhrensiücks wird immer in den Kopf desvorhergehenden eingesteckt und durch gehörige Unter-lagen so erhoben, daß zwischen dem Schwänze undzwischen der innern Fläche des Kopfes rings herumein Spielraum von i Zell bleibt. Noch vor diesemEinstecken kann man unten den Kopf von innen mitLetten beschmieren. In diesen Letten drückt sich danndas vordere Ende des Schwanzes ein. Die äußerenoch gebliebene Fuge umschmicrt man nun ebenfallsmit Letten; nur oben laßt man eine Oeffnung, inwelche man geschmolzenes Bley gießt. Dieses fülltden ganzen Spielraum zwischen Kopf und Schwanz,so wie die beyden Hohlkehlen aus. Die Hohlkehlenwaren auch bloß angebracht, um dein Bleye einegrößere Haltbarkeit zu geben. Gleich nach geschehe-nem Eingießen des Bleues wird der Letten von der
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