Band 
Vierter Theil. R-Schrau.
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Röhre

die Dicke der Röhrenwände) sich wie die Kräfte ver»halten müsse, womit das Wasser sie zu zerreißensucht. Wäre z. B. die Kraft bey der einen Röhrenoch ein Mal so groß, als bey der andern, so müßtebey jener Röhre auch die Festigkeit der Wände nochein Mal so groß seyn, als bey dieser, wenn mannicht besorgen will, daß sie leichter bricht als diese.Die Kräfte, womit das Wasser die Rühre zu zerreis-sen strebt, verhalten sich zu einander wie die Pro-dukte D . H : d. h. Man bezeichne die Festigkeitoder Dicke, welche die Röhrcnwände nöthig haben,für die eine Rohre mit 8, für die andere mit s; beysolchen zwey Röhren muß also 8 : s = D. H : d. h.

Gesetzt, die Größen 8, D und H wären beyeiner gewissen, z. B. einer bleyernen Röhre, schonbekannt; dir Größen d und h für eine andere Röhre,die erst aus Bley gegossen werden sollte, wären auchschon angegeben. Alsdann könnte man leicht die nö-thige Stärke s dieser andern Röhre aus der Propor-tion 8 : s = D. H : d . h finden. Nämlich es wäre

. r S.d.h

dann i-.

D.H

Nach Belidor lehrt die Erfahrung, daß einebleyerne Röhre, die einen Durchmesser von i Fußhat, und in welcher die lothrechte Höhe des Wassers6o Fuß ausmacht, fest genug ist, wenn die Dickeihrer Wand 6 Linien beträgt. Es wären also beydieser Röhre 8 6'"; D = i'; H = 6o'. Injener Proportion statt der Buchstaben diese Werthe

gesetzt, giebt s =

i . 6o'

Nach dieser Gleichung kann man nun die nöthigeStärke aller Rühren finden, die aus Bley gegossenwerden sollen.

Wenn z. B. eine bleyerne Röhre gegossen wer-den sollte, bey welcher man h = ioo'; d 6" an-