426 Schnellwaage
rundes halb mit einem Rande eingefaßtes Tellerchenangebracht, und zwar von der Größe eines Dukatens,damit man einen solchen auf das Tellerchen hinschie-ben kann. Der kürzere Arm ist so viel schwererwie der lange, als das Gewicht eines vollkommenguten Dukatens beträgt, damit ein vollwichtiger aufdas Tellerchen gelegter Dukaten den langen Arm ausdem Gleichgewicht bring?.
Der Stift muß akkurat verfertigt und die ganzeWaage selbst so eingerichtet seyn, daß der Balkennicht eher kippet, als bis ein wichtiger Dukaten auf-gelegt wird. In dieser Absicht muß der Stift oderdie Achse etwas höher stehen, als der Mittelpunkt,gegen die Natur der andern Waagen.
Eine zweyte Art von Dukaten - Schnellwaagenist noch so eingerichtet, daß nian sie bequem bey sichführen und zusammenlegen kann. Ein kleines Blechhat an beyden Enden ein Gewinde, womit zwey an-dere Bleche zusammen so verbunden sind, daß siesich auf - und zumachen lasten. Außerhalb dem ei-nen Bleche steht noch ein anderes senkrechtes, welchesdem kleinen schwerern Arme des Waagbalkenö zurStütze dient. Beyde vorhergenannte Bleche sindauch an dem obern Ende so mit einem Gewinde ver-einigt, daß man dasselbe von einander nehmen kann,und daß sie vereinigt ein Dreyeck bilden. Auf demobern Gewinde nun ist der Stift oder die Achse desWaagbalkenö befestigt. An derjenigen Seile, wodas zur Stütze dienende Blech steht, befindet sichein erhabener Rand an dem Bleche, wrlcher zumFuße dient: das daselbst bewegliche Blech nebst demBalken stützt sich daran. Auf dem Stifte ruht derWaagbalken eben so, wie bey der zuerst beschriebenenWaage. — Auf "einer solchen Waage läßt sich be-greiflich nur dasjenige Stück Geld wiegen, nach wel-chem sie eingerichtet ist.