Band 
Fünfter Theil. Schra-Z.
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z6 Scgners hydraulische Maschine.

sch ine. So nennt man eine v^-n dem ehemaligen Pro.feffor Gegner zu Götringen angegebene Maschine^welche durch die Reaktion oder Rückwirkungdes Wassers herumgetrieben wird. Fig. Taf,I. sieht man diese Maschine von der Seile, Fig. 6,von oben. Ein hohler (von Bretcrn zusammengeschla-'geickr) Cylinder A, welcher zum Einziehen des Wassersoben offen ist, dreht sich leicht um seine Achse. Naheam Boden ist eine große Anzahl gerader Röhren a a.horizontal eingesetzt. Diese Röhren werden von denrin dem Cylinder befindlichen Waffer angefüllt. Siemuffen an ihren äußersten Enden verschloffen, seitwärtsaber, nahe an den Enden bey i, mir einer kleinen Oeff-nung versehen seyn, durch welche das Waffer noch Hort»zonlaier Richtung auszuströmen vermag, laufe nundas Waffer aus den Seitenöffnungen i i heraus, |0dreht sich der Cylinder nach entgegengesetzter Richtungschnell um seine Achse. Daö Waffer drückt nämlichüberall gleich stark auf die Seitenwände der Röhren.An den Stellen aber, wo die Ocffnungen sind, findetdaö Waffer keinen Widerstand, und kann daher ftcyabfließen. An den gegenüber liegenden Stellen bleibtder Druck auf den Wänden haften; und da dieser Druckdurch keinen entgegengesetzten gleichen Druck aufgehobenwird, so schiebt er die Röhren nach dieser Seite hin fort,und bringt den Cylinder in Umlauf, der denn durch dieSchwungkraft in steter Gleichförmigkeit erhalten wird.

Der Engländer Barker verband oben mit derAchse derMaschine einen Mühlstein, den Läufer, derauf einem andern Mühlsteine, dem Boden steine,herumlief; damit verband er denn weiter auch die übrigeVorrichtung zum Kornmahlon. Und so entstand dar-aus eine W äffermühle ohne Rad und Trilling.Diese Mühle ist bis jetzt noch nicht zur ordentlichen An-wendbarkeit gediehen, obgleich der Engländer Rum-sey und Andere mancherley Drrbrfferungen dabey ange-bracht haben, nachdem schon Leonhard, und Albert