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Seidenhaspel.
füllten Kessel wirft. Wenn nun mit der Maschine ge-haspelt werden soll, sü werden aus dem Kessel die Fä-den von zehn bis fünfzehn Cocons durch den einen, unl)eden so viele Fäden auch durch den andern Fadenhaltergesteckt; hinter dem Fadenhalter werden sie durchkreuzt,dann durch die beweglichen Fadenleiter angezogen undauf dem Haspe ! befestigt, den man nun schnell umdre-hen laßt. Ehe aber die erster», Cocons ganz abgehaspeltsind, so werden gleich wieder neue Fäden von andernCocons angeworfen die man nun mit den erstem zusam-mendreht. Sobald alles abgehaspelt ist, nimmt mandie Seide in Strähnen herab. Da sie aber auf denFlügeln des Haspels ziemlich gespannt liegt, so ziehtman, um die Seide beym Abnehmen nicht zu zerreißen,einen oder zwey Flügel heraus; alsdann geht diese Ar-beit viel leichter von starren.
Der Italiener Borg h esano soll im Jahr 127sder Erfinder des Seidenhaspels gewesen seyn. BiSüber die Mitte des fiebcnzehnten Jahrhunderts hinausbehielten die Italiener diese Erfindung als ein Geheim-niß für fich, nach welcher Z-it der Seidenhaspel inFrankreich und in andern Landern nicht blos bekannt,sondern sogar noch beträchtlich verbessert wurde. Da6Kreuzen der Fäden beym Abwinden, welches inden ältern Zeiten nicht üblich war, soll um'öJahr 1729von Piemontesern zuerst eingeführt seyn. Aber vorzüg-lich viel Verdienst erwarb sich um die bessere Einrich-tung der Seidenhaspel der französische Mechaniker D a u-canson. Schon vor der Mille des achtzehnten Jahr-hunderts brachte er einen neuen Seidenhaspel anS Licht,woran er in der Folge noch so manches verbesserte. DieFranzosen Brisout, de VaussenaS, Rouviere,Billard, der Italiener M0rett0, der Englän-der Pulle in und einige Andere .haben ebenfalls theilsmehr, theils weniger bedeutende V.^besserungen an demSeidenhaspel angebracht. Die Verbesserung des Pul-lein be^afdie Bewegung des Fadc.aleitcrö, welche rt