Band 
Fünfter Theil. Schra-Z.
Seite
84
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84 Spinnmaschine

der und Dampfmaschinen die bewegende Kraft dazuseyn.

Eine sehr zusammengesehte Maschine ist die K ö«thenscheSpinn», Zwirn«, Haspel«, Kräh. undKrempelmaschine. Durch Hülfe eines Skirnra«des wird Leben in alle einzelne Theile der Maschine ge-bracht. Die gekrempelte Baumwolle (die Locke oderFlüte) aber wird nicht durch das Räderwerk selbst derSpinnmaschine, so wie das Garn nicht so derZwirnmq«schine zugeführt, sondern es muß dieses durch die mensch«liche Hand geschehen. Die Wolle und Baumwollebraucht nicht vorgesponnen zu werden. Man drückt dieeinzelnen Locken blos mit i^en Enden an einander, undlegt steso, besonders bey Schaafwolle, in ein blecher«nes Gefäß. Dortheilhafter ist jedoch das Verspinnenallerdings. Man muß dann nur den Vorspunst, umdas Verwickeln der dicken Fäden zu vermelden, auf einehorizontal schwebende Bobine winden. Locken oder Vor«gespinste werden zwischen mehreren Walzen von hartemHolze durchgeklemmk, welche paarweise übereinander lie«gen, ohngefähr so, wie die stählernen Walzen an einemStreckwerke. Durch Schrauben ist man im Stande,diese Lockenwalzen näher an einander zu bringen oder mehrvon einander zu entfernen. Nur die untern allein wer-den durch mehrere Schnüren ohne Enden in Bewegunggesetzt. Die obern empfangen durch die Friktion dieentgegengesetzte Bewegung. Die ganze Vorrichtunghat übrigens mit der Baumwollenreinigungsmaschineder Hindus viele Ähnlichkeit; s. Reinigungs-maschine zu Baumwolle.

Alle Walzen werden durch eine Scheibe bewegt,um die stch mithin selbst so viele Schnuren schlingen, alseinzelne Walzen da find. Diejenigen, durchweiche dieLocke zuerst geht, müssen einen großem Durchmesser ha«ben, und sich daher langsamer bewegen als die entfern«lern. Man bewirkt alsdann, daß die Locke durch dieschnellere Bewegung der kleinern Wichen angezogen,