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Lehm. Diese glückliche Mischung von Thon, Sand und Kalk ist immer im ganzen Bereiche des Blattesder günstigste Ackerboden. Der reichen Ablagerung dieses diluvialen Absatzes und nicht dem Lias verdanken z. B.die Filder ihre bekannte Fruchtbarkeit. Denn der reine Angulatensandsteinboden ist, wie man auf dem Schönbuch und Schurwald an lehmfreien Stellen sehen kann, so steril, als das Feld des weissen Keupersandsteins, und derArietenkalk liefert einen krümeligen, steinigen, durchaus trockenen unfruchtbaren Boden. Für die Ziegelfabrikationgewährt der Lehm das alleinige, überall aufgesuchte Material.
Fluss-Kies findet für die Beschotterung auf Strassen und Eisenbahnen, sowie als Auffüllmaterial fortwährendeine so reiche Anwendung, dass z. B. der jährliche Kiesschuh des Neckars bei Esslingen weitaus nicht mehr aus-teicht, das Bedürfniss zu decken, und zu Kiestransporten auf der Eisenbahn von Plochingen her gegriffen werden muss.
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Zu Seite 29. Die schwarze Rinde der im Tuff eingebetteten Granitstücke stellt sich bei unverwittertenStücken als einen blasigen perlsteinartigen oder schlackigen Ueberzug heraus, welcher in seltenen Fällen noch eineemailartig glänzende Oberfläche zeigt und offenbar von der Einwirkung der feuerfiüssigen Basaltmasse auf die einge-schlossenen Gesteine herrührt.
Zu Seite 36. Dass unter den ausgeworfenen Graniten hornblendehaltige Gesteine durchaus fehlen, ist nichtmehr richtig, seit sich am Rangenberg durch Hitze veränderte Granite gefunden haben, in welchen der schwarzeGlimmer in basaltische Hornblende umgewandelt zu sein scheint. Am Aichelberg bei Boll aber fand sich ein Stück-chen ächten unveränderten Diorits. Immerhin aber bleiben Hornblendegesteine eine grosse Seltenheit.
Zu Seite 37. Eine Art von abgeglätteten, polyedrisch facettirten Formen ist, deutlich erkennbar, bei meta-morphosirten Graniten in der Weise entstanden, dass die durch Erhitzung etwas erweichten Gesteine unter der aufsie wirkenden Pression die Eindrücke ihrer Umgehung angenommen haben und dabei auf ihrer Oberfläche etwaszusammensinterten. ‘
Zu Seite 41. Die mit Quarzsanden aüsgefüllten Klüfte des Breitensteins streichen in hora 4'/ 2 , gegenHohenneuffen, d. h. in der Richtung des dortigen ''Albrandes. Wenn jene Quarzsande, wie sehr Wahrscheinlich, wirk-lich tertiären Alters sind, so ergäbe sich daraus die Entstehung dieser Klüfte und damit die Grundlage für die Rich-tung des Albrandes als mindestens von demselben Alter.
Das Yorgreifen all dieser Sandablagerungen bis an den äussersten Albabsturtz, bei Holzelfingen und amgrünen Felsen (Blatt Urach), wie am Breitenstein und Mönchberg , so wie ihre Ablagerungsweise führen darauf hin,dass sie einem gemeinschaftlichen grösseren Wasserbecken, vielleicht als Dünenbildung, ihren Ursprung verdanken.Jedenfalls geben sie eine weitere Bestätigung dafür, dass zur Zeit ihrer Ablagerung der Albrand noch viel weitergegen Norden vorgerückt lag, als heut zu Tage.
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