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An Fossilien scheinen die Oberen bunten Mergel sehr arm zu sein. R. Lang 1 ) fand zwar bei Stutt gart
ein reichhaltiges Bonebed in diesen Schichten; auf unserem Blattgebiet wurde nichts ähnliches beobachtet.Aufschlüsse:
Die unteren Lagen sind häufig noch in den Schilfsandsteinbrüchen zu sehen, z. B. am Korber Kopf, nörd-lich des Hörnleskopf bei Steinreinach, bei Holen unweit Winnenden , am Rothenbühl bei Nellmersbach, amKappelberg bei Fellbach , nordöstlich Rotenberg usw. Die Roten Mergel sind häufig in Mergelgruben derWeinberge aufgeschlossen. Lehrbergschichten mit Fossilien nördlich des Buchenbachhofs bei Birkmannsweiler .Kieselsandsteinaufschlüsse hinter der „Villa Schalter“ in Rotenberg, am Westhang des Kappelberges in denWeinbergen, am Weg von Fellbach auf den Kappelberg, ebenso am Weg von Endersbach nach Aichelberg .Ein größerer Bruch im Kieselsandstein liegt südlich Winterbach auf dem Sterrenberg. Nördlich der Remssind Aufschlüsse zahlreicher, so nördlich Großheppach in den Weinbergen, am Wasserfall des Grunbachszwischen Buoch und Grunbach , nördlich Winterbach am Westhang des „Wannenliäule“, südlich Birken-Weiß-buch an der Talkante Bruch im Kieselsandstein mit Oberen bunten Mergeln und darauflagerndem Stubensandstein.
4. Der Stubensandstein (knn).
Er bildet nächst dem Gipskeuper das mächtigste Glied des Keupers. Demgemäß kommt ihm auch
eine sehr große Oberflächenverbreitung zu 2 ). Die Mächtigkeit nimmt von Westen nach Osten und Nord-osten wie beim Kieselsandstein zu. In der Stuttgarter Gegend mit 50—70 m beginnend, erfolgt im Schur-wald ein Anschwellen bis zu 90 m. Die größten Mächtigkeiten beobachten wir im nordöstlichen Blattgebiet,wo sich Werte bis zu 90 und 100 m ergeben. Mit der Zunahme der Mächtigkeit läßt sich auch allgemeineine Zunahme der Korngröße der Sandsteine feststellen. Im Stuttgarter Gebiet mit vorherrschend mittel-bis feinkörnigen Lagen beginnend, werden diese nach Osten mehr und mehr grobkörnig. KonglomeratischeLagen, die sich schon im Neckartale vereinzelt zeigen, werden in dieser Richtung häufiger und bildenden Übergang zu der reichlich Gerolle führenden Ausbildung im östlichen Württemberg . Im einzelnen
sind nun aber die Verhältnisse viel mannigfaltiger, als hier in allgemeinen Zügen dargestellt wurde. Wie
schon im westlichen Blattgebiet konglomeratische und grobkörnige Lagen neben der gewöhnlichen Art derAusbildung auftreten, so finden sich auch im östlichen Gebiet noch fein- und mittelkörnige Schichten. EineRegel in der Schichtenfolge ist durchaus nicht zu erkennen, wenn es auch manchmal gelingt, einzelne Lagenauf kürzere Entfernungen hin zu verfolgen.
Die Sandsteine sind zum größten Teil aus mehr oder weniger abgerollten, meist farblosen Quarzkörnernzusammengesetzt. Weiße und rötliche Feldspäte finden sich in manchen frisch angebrochenen Lagen ziem-lich zahlreich, so daß das Gestein öfters, besonders im östlichen Gebiet, arkoseartigen Charakter annimmt.Viel häufiger aber begegnen wir dem Umwandlungsprodukt der Feldspäte, rein weißem, mehligem Kaolin.
Glimmer, der sich in den grobkörnigen Lagen nur spärlich findet, reichert sich im feinkörnigen Sandstein
an, wobei auch durch lagenweise Anordnung der hellen, seltener dunklen Glimmerblättchen plattige bisschiefrige Ausbildung entsteht.
Die bis walnußgroßen Gerolle der konglomeratisehen Lagen bestehen meist aus farblosen oder weiß-lichen Quarzen und dunklen Quarziten. Gerölle kristalliner Grundgebirgsgesteine, wie sie Silber undPfeiffer 3 ) von der Gaildorfer Gegend beschreiben, wurden nicht beobachtet. Gelegentlich treten dieQuarze sehr stark zurück und das Gestein zeigt kleine, abgerollte rote und graue Steinmergelbröckchen,
1) R. Lang, Der mittlere Keuper im südlichen Württemberg . Jahreshefte des Vereins für vaterl. Naturkunde in Würt temberg , 65. Jahrgang, 1909. — 2) Nach einer von C. Regelmann (Begleitworte zu Atlasblatt Waiblingen, I. Auflage,1870) ausgeführten Messung nehmen die Formationsabteilungen je folgenden Flächenraum ein:
21,90 qkm26,77 qkm
1. Muschelkalk.
2. Lettenkohle (unterer Keuper)
3. Mittlerer und oberer Keuper:
a) Gipskeuper und Schilfsandstein .
b) Untere bunte Mergel.
c) Kieselsandstein, Obere bunte Mergel und Stubensandstein .
d) Knollenmergel und Rätsandstein.
259,77 qkm
21,93 qkm
4. Lias:
a) Lias a ... .
b) höhere Juraglieder
34,58 qkm )0,12 qkm j
34,70 qkm
144,76 qkm40,14 qkm.
5. Lehm (Lößlehm und Verwitterungslehm)
6. Talböden.