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28/E (1891) Erläuterungen zu Blatt Wolmünster / von Dr. E. Schumacher
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Blatt Wolmünster.

bänke tritt diese kleine «Grabenversenkung» klar auf der Kartehervor. Die Stelle, an welcher die westlichere der beiden Spaltenden vom Grossen-Wald nach dem Dorster Hof führenden Wegschneidet, macht sich durch gestörte Schichtenlage der Wellenkalk-Schaumkalk-Bänke im Wasserriss unterhalb des Weges bemerkbar.

Von grösserer Bedeutung ist vielleicht die Verwerfung imRothmünster-Wald südöstlich von Walschbronn, welche sich indas bayerisch-pfälzische Gebiet hinüber fortsetzt. Derselben zuFolge stehen auf dem 366,5 m hohen Gipfel südöstlich von Walsch­ bronn noch die Zwischenschichten des Buntsandsteins an, währendim Rothmünster-Wald bei 347 m über Normalnull bereits deruntere Muschelkalk beginnt, so dass die Sprunghöhe hier etwa40 m betragen dürfte. Ganz kurz vor Walschbronn endigt dieseVerwerfung plötzlich, was man daraus ersieht, dass sich das Haupt-conglomerat des Buntsandsteins am südlichen Thalgehänge desEppenbrunner-Baches östlich von Walschbronn ganz regelmässigin der gleichen Höhe wie an dem gegenüberliegenden nördlichenGehänge und auch in gleicher Höhe wie westlich von Walsch­ bronn hinzieht. Dies deutet auf das Vorhandensein eines ungefährostwärts, d. i. mit dem Eppenbrunner-Bach parallel streichendenSprunges hin, welcher die Verwerfung im Rothmünster-Wald miteiner auf dem benachbarten bayerischen Gebiete nachzuweisenden,parallel mit dieser letzteren im oberen Eppenbrunner Thal ver-laufenden verbindet. Die Annahme einer solchen Querverwerfungwird besonders wahrscheinlich durch die grosse Mächtigkeit derZwischenschichten südlich des Eppenbrunner-Baches, welche hiervon etwa 275 bis 366 m über Normalnull hinaufreichen, ohne dassin letzterer Höhe die Grenze gegen den Voltziensandstein erreichtwäre, so dass mithin die Mächtigkeit dieser Abtheilung hierselbstbei annähernd horizontaler Schichtenlage über 91 m betragenwürde, während sie auf der gegenüberliegenden Thalseite sowiesüdlich von Walschbronn nur 6065 m beträgt.

Ein ungefähr senkrecht zur Verwerfung im Rothmünster-Waldverlaufender Quersprung ist wohl auch längs des Thals des Usen-Baches anzunehmen, da die Schichten auf der Südostseite desselbengegen die auf der Nordwestseite gehoben erscheinen. Die Grenze