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Blatt Wolmünster.
bänke tritt diese kleine «Grabenversenkung» klar auf der Kartehervor. Die Stelle, an welcher die westlichere der beiden Spaltenden vom Grossen-Wald nach dem Dorster Hof führenden Wegschneidet, macht sich durch gestörte Schichtenlage der Wellenkalk-Schaumkalk-Bänke im Wasserriss unterhalb des Weges bemerkbar.
Von grösserer Bedeutung ist vielleicht die Verwerfung imRothmünster-Wald südöstlich von Walschbronn, welche sich indas bayerisch-pfälzische Gebiet hinüber fortsetzt. Derselben zuFolge stehen auf dem 366,5 m hohen Gipfel südöstlich von Walsch bronn noch die Zwischenschichten des Buntsandsteins an, währendim Rothmünster-Wald bei 347 m über Normalnull bereits deruntere Muschelkalk beginnt, so dass die Sprunghöhe hier etwa40 m betragen dürfte. Ganz kurz vor Walschbronn endigt dieseVerwerfung plötzlich, was man daraus ersieht, dass sich das Haupt-conglomerat des Buntsandsteins am südlichen Thalgehänge desEppenbrunner-Baches östlich von Walschbronn ganz regelmässigin der gleichen Höhe wie an dem gegenüberliegenden nördlichenGehänge und auch in gleicher Höhe wie westlich von Walsch bronn hinzieht. Dies deutet auf das Vorhandensein eines ungefährostwärts, d. i. mit dem Eppenbrunner-Bach parallel streichendenSprunges hin, welcher die Verwerfung im Rothmünster-Wald miteiner auf dem benachbarten bayerischen Gebiete nachzuweisenden,parallel mit dieser letzteren im oberen Eppenbrunner Thal ver-laufenden verbindet. Die Annahme einer solchen Querverwerfungwird besonders wahrscheinlich durch die grosse Mächtigkeit derZwischenschichten südlich des Eppenbrunner-Baches, welche hiervon etwa 275 bis 366 m über Normalnull hinaufreichen, ohne dassin letzterer Höhe die Grenze gegen den Voltziensandstein erreichtwäre, so dass mithin die Mächtigkeit dieser Abtheilung hierselbstbei annähernd horizontaler Schichtenlage über 91 m betragenwürde, während sie auf der gegenüberliegenden Thalseite sowiesüdlich von Walschbronn nur 60—65 m beträgt.
Ein ungefähr senkrecht zur Verwerfung im Rothmünster-Waldverlaufender Quersprung ist wohl auch längs des Thals des Usen-Baches anzunehmen, da die Schichten auf der Südostseite desselbengegen die auf der Nordwestseite gehoben erscheinen. Die Grenze