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24/E (1894) Erläuterungen zu Blatt St. Avold / von H. Grebe, E. Weiss und L. van Werveke. Mit einer Beschreibung des lothringishcen Steinkohlengebirges von R. Nasse
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Blatt St. Avold .

SattelförmigeLagerungder Schichten.

Verwerfungen

im

Südflügel.

fast ausschliesslich als Ackerland und Wiesen benutzt. Hier drängensich deshalb die Ortschaften nahe zusammen, während sie imBuntsandsteingebiet zerstreut liegen.

Lagerungsverhältnisse.

In tektonischer Beziehung gehört das Gebiet des BlattesSt. Avold dem grossen SWNO streichenden Sattel an, der imgeologischen Bau Lothringens besonders dadurch bemerkbar wird,dass der Muschelkalk sich als breiter Rücken zwischen denSchichten des Keupers gegen Westen bis an die französische Niedvorschiebt, während er in der Regel bereits weiter gegen Ostenunter den Keuper untertaucht. Meyer hat ihn Sattel von Busch-born genannt. Dem Sattelrücken, der, wie sich aus dem Verlaufder geologischen Grenzen auf dem anstossenden Blatte Lübeln er-giebt, ausserordentlich flach ist, entspricht das Gebiet des mittlerenBuntsandsteins. Die Neigung der Schichten ist in diesem durch-gehends eine kaum merkliche. Der Südflügel, zugleich der Nord-flügel der grossen Saargemünder oder Pfälzer Mulde 1 2 , beginntam Ausgehenden des oberen Buntsandsteins nördlich der Rossel(auf einer Linie, welche vom Wahlen-Berg in der Südwesteckedes Blattes über den nördlichen Theil des Steinbergs nach demHause Hochwald im Merle-Thale zieht) und umfasst den ganzensüdöstlichen Theil des Blattes. Der Nordflügel liegt ausserhalb desKartengebietes auf den Blättern Bolchen und Busendorf .

Der regelmässige Verlauf der Schichten ist im Südflügeldurch mehrere Verwerfungen unterbrochen. Eine derselben, dieals Verwerfung von St. Avold bezeichnet werden mag, zeigtsich zunächst am Südrande des Blattes, wo die Strasse von St. Avold nach Vahl-Ebersing den Kartenrand berührt. Sie bringt die buntenMergel des mittleren neben die Sandsteine und Mergel des unteren

1. Im Volksmund heisst die Stadt St. Avold Santerfor oder Santafor; darausentstand das Wortspiel: «Sand davor und Dreck dahinter», welches in zwar derber,aber doch bezeichnender Weise den obengenannten Unterschied in der Bodenbeschaffen-heit der Umgebung von St. Avold , der sich bei nassem Wetter besonders fühlbarmacht, zum Ausdruck bringt.

2. Vergl. Erläuterungen zu Blatt Saargemünd .