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24/E (1894) Erläuterungen zu Blatt St. Avold / von H. Grebe, E. Weiss und L. van Werveke. Mit einer Beschreibung des lothringishcen Steinkohlengebirges von R. Nasse
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Blatt St. Avold .

Beziehungenzwischenden permischenund

den jüngeren ]Störungen.

Autoren nimmt Meyer an, dass der Kohlensprung bei nordost-südwestlichem Streichen über Saarbrücken bis Kochern fortsetztund dort sich gegen Westen wendet. Der Triassprung hält nachMeyer bis Kochern ungefähr die gleiche Richtung ein, läuftjedoch bald südlich, bald nördlich vom Kohlensprung, kreuzt ihnalso mehrmals und weicht südwestlich von Kochern in seinerRichtung endgiltig von diesem ab. Heute erscheint die Annahmedes Zusammenhangs der Verwerfung von St. Avold mit demHauptsprung weniger denn je gerechtfertigt. Einerseits haben wirnämlich oben gesehen, dass der Sprung von St Avold mit Sicher-heit nur bis Beningen nachgewiesen ist, andererseits spricht sichNasse 1 neuerdings dahin aus, dass die Fortsetzung des Haupt-sprunges weiter nördlich zu suchen sei als bisher vermuthet wurde,nämlich in der Richtung nach Rösseln und Schoenecken. Einder .Verwerfung in der Kohle entsprechender Sprung im Bunt-sandstein ist nicht bekannt. Vorläufig unmöglich ist die Prüfungder gestellten Frage bei der Oberhomburger Verwerfung, indemin diesem Gebiet die Lagerung des Kohlengebirges noch mangel-hafter als in den übrigen bekannt ist. Wichtige Anhaltspunktebieten die Aufnahmen der Königl. Preuss. geologischen Landes-anstalt in der Saarbrückener Gegend. Sicher scheint, dass dieBuntsandsteindecke über dem Sprung bei Püttlingen (Bl. Saar-brücken), wodurch Ottweiler Schichten neben obere Saarbrücker Schichten zu liegen gekommen sind, nicht gestört ist. In gleicherWeise greift bei Wellesweiler Buntsandstein ungestört über einenbedeutenden Sprung im Kohlengebirge über 1 3 . An beiden Punktenhaben also die Sprünge im Kohlengebirge auf die jüngeren Brüchekeinen Einfluss ausgeübt. Andere Vorkommen schliessen dieentgegengesetzte Ansicht nicht aus. Eine bedeutende Senkung beiQuirscheid glaubt Weiss auf den Fischbachsprung zurückführenzu können 5 , und die Senkung des Sandsteins bei Friedrichsthal fälltin auffallende Nähe des Cerberussprunges. Es wird jedoch noch

1. Vergl. die diesen Erläuterungen beigeheftete Beschreibung des lothringischenSteinkohlengebirges von R. Nasse.

2. Weiss, Erläut. zu Blatt Neunkirchen , S. 2.

3. Weiss, Erläuterungen zu Blatt Friedrichsthal, S. 19.