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Die Gebirgsmasse von Davos : ein Vortrag ... / Berhard Studer
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VON DAVOS .

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endlos wiederkehrende Tobel windet sich die Strasse aus der Tiefe nachder Höhe, von dieser der Tiefe zu, bald einwärts, bald auswärts; beijedem stärkeren Regenguss stürzen grössere Strecken derselben über diesteile Halde in den mehrere hundert Fuss tiefen Tobelgrund, und weitüberhängende Felsen, gestützt durch hervorragende Quarzlager, scheinenselbst bei ruhiger Witterung Gefahr zu drohen. Das graue_, zwischen |Kalk-, Thon- und Glimmerschiefer schwankende Gestein ist auch hier \herrschend j mit ihm wechselt feinkörniger Kalk und dichter Quarz, oft ;sonderbar gewunden und in stark gebogenen Wellen vielfach gekrümmt, jDas Fallen, obgleich immer noch südlich, hat sich mehr dem Ostpunktezugewendet. Die nämlichen Steinarten, mit gleichem schwankendenCharakter, zeigen sich durch ganz Domleschg, und, im Thalgrunde desVorderrheins, von Reichenau bis nach Chur .

Nur der kleine Hügel des Rotelser-Bühel , der sich ganz isolirt etwa4o Fuss über die Rheinebene erhebt, erscheint als eine merkwürdigeAusnahme mitten in dieser Einförmigkeit der Gesteine. Er besteht auseinem pistazien- oder hell graulich grünen Schiefer; bald einem ver-härteten dickblättrigen Talkschiefer, bald schiefrigem Serpentin, baldschiefrigem Thonstein ähnlich; theils stark aufbrausend, theils vonSäuren nicht angegriffen; vor dem Löthrohr mehr oder weniger leichtzu schwarzem Glase schmelzend. Es ist diess in unserem Gebiete die ein-zige Stelle, wo dieses räthselhafte Gestein auftritt; seine Schichten fallensteil westlich. Weiter südlich, bei Molins, und am Silser-See, erhältdasselbe grosse Bedeutung und steht in merkwürdiger Beziehung zu demdortigen Serpentin, ohne jedoch seine enge Verbindung mit dem Biindt-nerschiefer aufzugeben.

Auch in unserer zweiten Gruppe zeigt sich der Bündtnerschiefer alsbeinah allgemein herrschende Steinart. Am Hohwang in den Um-gebungen von Fideris 3 oberhalb Günters , durch das ganze untere Prätti- jin den Tobeln von Schalfick, zeigt sich überall dieselbe Einförmig- jkeit, dasselbe Schwanken zwischen Mergelschiefer und Glimmerschiefer, idieselben Sandstein- und Kalksteinschiefer. Aus solchem Sandstein- j

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