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40 DIE GEBIRGSMASSE
sich also diese sonderbaren Verhältnisse in einer Allgemeinheit, die jedenGedanken an zufällige Anomalien und locale Ueberstiirtzungen durchaus (abweist. Und dieser eingeklemmte Kalk führt organische Ueberreste, erist auf’s innigste verbunden mit Fucoidenschiefern und Sedimentfolgen,die wir der Kreide unterordnen! —=* So lange nur noch Porphyr, Granit,Syenit auf petrefactenführendem Kalk beobachtet worden war, mochteman allenfalls mit der Erklärung sich zufrieden geben, dass jene Gesteinein feurigem Fluss aus der Tiefe gestiegen und über das aufgebrocheneSedimentgebirge weggeflossen seien. Aber hier ist offenbar eine ganzverschiedene Erscheinung. Die krystallinischen Steinarten, welche dieSedimentbildungen umschliessen, sind selbst auch geschichtet. Und,wenn man vielleicht den Folgerungen, die uns bedrängen, durch dieAnnahme entgehen wollte, dass die Absonderungen der Glimmerschiefer,Hornblendschiefer, Gneise u. s. w. nicht Sediment - sondern Krystalli-sations- oder Erkaltungs-Absonderungen seien, so wird uns dieser Aus-weg sogleich abgeschnitten, durch die häufige, der Schieferung paralleleAbwechslung verschiedenartiger Gesteine, durch den Wechsel des Glim-merschiefers mit dünnen Kalklagern an der Grenze beider Bildungen,durch den Parallelismus seiner Schichtung mit derjenigen der Kalk- undDolomitmassen, und das öftere Schwanken des Schiefers zwischen ge-wöhnlichem Btindtner r und wahrem Glimmerschiefer. Offenbar ist hierzwischen den umhüllenden und den umhüllten Gesteinen eine viel engereVerwandtschaft vorhanden, als zwischen Laven und den von ihnen ein-geschlossenen fremdartigen Trümmern, und es hiesse den klarsten Ana-logien, die uns die Natur darbietet, sein Auge verschliessen, wenn mandie Umwicklung des Dolomits und Kalks durch Glimmerschiefer undGneis als eine Erscheinung ganz anderer Art erklären wollte, als die Um-wicklung von Kalkstöcken durch die Flyschbildungen. Was diese in derZone der Kalkalpen , das sind jene in der Zone der krystallinischenAlpen .
Es ist nicht nöthig, die grosse Wichtigkeit dieses Resultates für dieganze Geologie der Alpenkette noch besonders hervorzuheben. Wir haben