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achtung für jene Kleinen, denen das Talent ein geselligerSchmuck war, die, ob sie nun arm oder reich waren, wildund abgerissen einhergingen oder mit persönlichen KrawattenLuxus trieben, in erster Linie glücklich, liebenswürdig undkünstlerisch zu leben bedacht waren, unwissend darüber, daßgute Werke nur unter dem Druck eines schlimmen Lebensentstehen, daß, wer lebt, nicht arbeitet, und daß man gestor-ben sein muß, um ganz ein Schaffender zu sein.
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„Störe ich?" fragte Tonio Krüger aus der Schwelle desAteliers. Er hielt seinen Hut in der Hand und verbeugtesich sogar ein wenig, obgleich Lisaweta Iwanowna seineFreundin war, der er Alles sagte.
„Erbarmen Sie sich, Tonio Kröger, und kommen Sieohne Ceremonien herein!" antwortete sie mit ihrer hüpfendenBetonung. „Es ist bekannt, daß Sie eine gute Kinderstubegenossen haben und wissen, was sich schickt." Dabei stecktesie ihren Pinsel zu der Palette in die linke Hand, reichteihm die rechte und blickte ihm lachend und kopfschüttelndins Gesicht.
„Ja, aber Sie arbeiten", sagte er. „Lassen Sie sehen . . .O, Sie sind vorwärts gekommen." Und er betrachtete ab-wechselnd die farbigen Skizzen, die zu beiden Seiten derStaffelei aus Stühlen lehnten, und die große, mit einemquadratischen Linien-Netze überzogene Leinwand, auf welcherin dem verworrenen und schemenhaften Kohle-Entwurf, dieersten Farbslecke aufzutauchen begannen.
Es war in München , in einem Rückgebäude der Schel-lingstraße, mehrere Stiegen hoch. Draußen, hinter dem breitenNordlicht-Fenster, herrschte Himmelsblau, Bogelgezwitscherund Sonnenschein und des Frühlings junger, süßer Atem,der durch eine offene Klappe hereinströmte, vermischte sichmit dem Geruch von Fixatio und Oelfarbe, der den weiten