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Menschen Ordnung gehörten auch zürn Schicksal und könntenauf den Gang der Welt einen korrigierenden Einfluß nehmen.Was kommt, steht fest: Kolossalkriege der Cäsaren um Machtund Beute, Ströme Blutes und, was die Fellachenvölker be-trifft, Schweigen und Dulden. Der Mensch, ins Zoologische,Kosinisch-Geschichtslose zurückgesunken, lebt als Bauer mitder mütterlichen Scholle verbunden oder kümmert stumpf inden Ruinen der ehemaligen Weltstädte hin. Als Narkotikumerzeugt seine arme Seele die sogenannte „zweite Religiosität",ein Surrogat der ersten kulturvoll-schöpferischen, ohnmächtigund eben vermögend, ihm sein Leiden in Ergebung tragen zuhelfen.
Der Mann dieses erquicklichen Ausblickes ist eine eigen-tümlich veratorische Erscheinung. Seine Lehre, kalt-wissen-schaftlich, affektlos, erhaben über alle menschlichen Partei-ungen, eisern deterministisch, reine Erkenntnis, wie es scheint,bekundet durch sich selbst dennoch einen Willen, eine Weltan-schauung, Sympathie und Antipathie; sie ist im Grunde nichtaffektlos, denn sie ist heimlich konservativ. Man stellt einesolche Lehre nicht auf, man ordnet die Dinge nicht so, identifi-ziert nicht in dieser Weise Geschichte und Kultur, stellt nicht mitdieser Schärfe Form gegen Geist, ohne ein Konservativer zusein, ohne in seinem Herzen Form und Kultur zu bejahen unddiezivilisatorischeZersetzungzu verabscheuen. DieKompliziert-heit und Perversität des Spenglerschen Falles besteht nun darin,oder scheint darin zu bestehen, daß er trotz dieses heimlichenHerzenskonservakivismus nicht dieKulturbejaht, nichtfür „Er-haltung" kämpft, nicht mit Tod und Verwesung nur pädago-gisch droht, um sie hintanzuhalten, sondern die „Zivilisation"bejaht, sie mit fatalistischer Wut in seinen Willen aufnimmt, ihrgegen die Kultur eisern-höhnisch recht gibt, denn die Zukunft