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11/E (1889) Erläuterungen zu Blatt Gross-Hemmersdorf / unter Benützung der Erläuterungen zu Blatt Gross-Hemmersdorf der geologischen Specialkarte von Preussen und den Thüringischen Staaten von E. Weiss und H. Grebe zusammengestellt von L. van Werveke
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Blatt Gross-Hemmersdorf.

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Grundlage des oberen Muschelkalkes liefern und mit dem Trochiten-kalk und den nächst tieferen Mergelschichten zusammen an Ab-hängen steilere Abstürze bilden, unter denen sich die noch tieferenweichen Schichten flacher ausdehnen. Petrographisch erscheinendiese Gesteine genau wie die der südlicheren Blätter, und es istdaher nach den an Blittersdorfer Gesteinen angestellten Analysen(s. Blatt Saargemünd ) zu schliessen, dass auch sie eigentlich Do-lomite darstellen, die nur durch ihre sehr dichte bis feinerdigeBeschaffenheit, also ihr unkrystallinisches Aussehen auffallen. Dazukommt, dass sie oft fein porös bis etwas zellig, zugleich mildewerden und abfärben.

Etwa 20 Fuss über den Gypsbrüchen von Siersdorf findet man in einergrössern Steinbruchsentblössung (man bat von hier aus den Gyps unterirdischaufsuchen wollen) von oben nach unten :

etwa 4/ s m mergligen Schieferthon mit 3 Bänken weissem Mergelkalk(Dolomit), wovon die oberste schwach, die mittlere gegen % m,die untere an der Basis über 1 m stark ist,

gegen 8 m vorwiegend Mergelthone, die obern 22/ 2 ui mit dünnenfesteren Platten wechselnd, darunter in der Mitte eine etwa 1 mmächtige feste Bank,

über 3 m weissen Mergelkalk (Dolomit) bis zur Sohle des Bruches.

Die obersten Schichten der Abtheilung sind hier noch nicht in-begriffen; die Dolomitbänke der obern 45 m führen nicht seltenLingula.

Im Thale des Ihn er Baches oberhalb Ihn am linken Gehänge bietet sichfolgendes Profil von oben nach unten bis zur Sohle des Baches:

2,5 m Trochitenkalk, wovon die obere Hälfte grau, fest, die untereweiss und etwas schaumig, auf einer schwachen Mergelkalkbank,die vielleicht zum mitllern Muschelkalk zählt.

3,i m gelber kaum schiefriger mergliger Thon, an der Basis mit einerfesten Bank dichten Dolomites von 0,60,7 m, welche einzelne Ver-steinerungen führt.

3,i m grauer mergliger Schieferthon mit einzelnen dünnen festerenBänken.

3,i m weisser Mergelkalk (Dolomit) in 2 Hauptbänken mit grauem Schie-ferthonmergel und 3 schwächeren Dolomitbänken als Zwischenmittel;die Kalk- (Dolomit-) Bänke führen Versteinerungen, besonders zahl-reich eine mittlere gelbe Bank, die etwa 7 3 / 4 m unter dem Trochiten-kalk liegt.