sanfter abfallenden Lehnen des Gebirges in weit ungestörterer Lagerung,als die älteren Bildungen, vor. Unser Gebirge hatte sich demnach vor demOligocen ausgebildet und die Wirkung der gebirgsbildenden Kräfte warspäter, obzwar dieselben nicht vollkommen zum Stillstand gelangten, docheine viel weniger intensive.
In dem Ofner Gebirge können mehrere Oligocenbildungen unter-schieden werden, deren grösster Teil in das untere Oligocen gehört. Dasmittlere Oligocen fehlt gänzlich, zu dieser Zeit war das in Rede stehendeGebiet Festland. Das obere Oligocen ist mit einem Gliede wieder vor-handen.
In dem unteren Oligocen wurden von meinen Vorgängern drei Gliederunterschieden : der Härshegyer Sandstein, der Ofner Mergel und der Kis-Gzeller Tegel, worunter nach Dr. K. Hofmann die beiden ersteren gleichenAlters und zwischen denselben bloss Faciesunterschiede vorhanden sind,während der Tegel von Kis-Gzell jünger ist.
4. HarsLegyer Sandstein.
(Aul der Karle gelblichgrünev Grund mit grüner Sehraffivung von links nach rechts
und No. 17.)
Aus Härshegyer Sandstein bestehen die drei, in der Nordwesteckemeines Blattes sich aus dem chattischen flachen Hügelland isolirt er-hebenden Hügel: der Schleifstein- und Biaer-Berg, ferner der Hügel imWald bei Budakeszi .
An diesen Punkten tritt dünngeschichteter, rotgefärbter, feinereroder gröberer Sandstein auf.
5. Ofner Mergel.
(Auf der Karte gelblichgrüner Grund mit grüner Schraffirung von rechts nach links
und No. 16.)
Der Ofner Merger lagert den älteren Bildungen an und füllt zumTeil die Vertiefungen zwischen den einzelnen Kuppen aus. Er kommt amWestfusse der Csiker-Berge, unter und zwischen den Dolomitbergen beiBudaörs , im unteren Teil des Farkas-Thaies, am Ostabhang des Sväb-Berges vor, umlagert den Sas- und Gellert-Berg und bildet den Festungs-berg, was nicht nur aus Aufschlüssen an der Oberfläche hervorgeht,sondern auch aus der Aufzeichnung J. v. Szabö’s, wonach der Tunnelunter demselben durchwegs in Mergel gegraben wurde.
In dem Ofner Mergel ist auf unserem Gebiete das Verhöhn iss zwischenKalk und Thon ein sehr variables. Jene Teile, in welchen der Kalk über-