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gegen Resina sich bewegte) erschien von hell fleischrotherFarbe, die anderen dunkel. Gegen Abend des 27. senkte sichdie Rauch- und Dampfwolke über den Berg hinab, und ver-hüllte ihn gänzlich. Der Wind wechselte in Ostwind, und triebdie Vesuvwolken gegen Neapel , der Himmel wurde trübe,auch Nachts war keine Spur von Gluth zu sehen. Die Deto-nationen hörte man nicht mehr als zusammenhängendes Dröh-nen, sondern mit längeren Unterbrechungen.
7. Der Vesuv vom 28. April bis zum 3. Mai 1872.
In der Nacht vom 27. bis 28. war über Neapel etwa1 Mm. dick feine Asche gefallen. Sie hatte etwa die Farbezerstossener Vesuvlava — ein dunkles Grau, nicht röthlich-braun, wie diejenige von 1822. In ganz mehlfeiner Abände-rung hatte sie einen Stich in’s Braune. Man sah die Aschenicht in Streifen fallen, dazu war sie zu fein, man sah nureinen bräunlichgrauen Ton in der Luft, und hatte beständigstarken Staub und Vulkangeruch*) in der Nase, peinlicheTrockenheit im Halse. Die feine Asche drang in alle Woh-nungen durch die Fenster- und Thürfugen ein, und nichts bliebvon ihr verschont. Gegen Abend, wie sich der Aschenregenüber Neapel stark vermehrte, wurde die Lufttemperatur par-tienweise bedeutend hoch, und erreichte, obschon die Witterungfür die Jahreszeit sonst sehr kühl war, 24 und 28 0 C. Daswar vulkanische Hitze; , dann fühlte man sich plötzlich wiedervon kälterer Luft umgeben. Die Asche fiel jetzt als Sand,den man im Gesicht unangenehm prickeln fühlte, in schiefenStreifen durch die Luft, es blies ein unregelmässiger Wind.Die Strassen waren unverhältnissmässig wenig belebt, die Be-wohner gingen mit offenen Schirmen, und nur wenn es unaus-weichlich war, aus den Häusern. Der Aschenregen blieb am28. und 29 trocken, und häufte sich auf horizontalen Flächenschliesslich bis zu 5 Mm. Höhe an. Angefeuchtet reagirte dieAsche sogleich stark sauer auf Lakmus, und im wässerigenAuszug entsteht durch Chlorbarium ein starker Niederschlag,durch Silbernitrat eine beträchtliche Trübung; sie enthält alsofreie Schwefelsäure oder ein Alkalisulfat. Unter dem Mikro-
') Der Salzsäuregoruch ist dabei der vorwiegendste,