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29. Grad nördl. Breite) aufhielten, rauchten dieselben nochleidenschaftlich Tabak (Uipaca), und zwar aus Schilfrohren,wie zur Zeit der spanischen Eroberung. In ihren Versamm-lungen ging ein mit gepulvertem Tabak gefülltes Rohr vonMund zu Mund, bis es mit seiner Füllung in Rauch auf-gegangen war.
Die alten mericanischen Rauchrohre sind indeß langst durchdie Puros, und den in feines Papier gewickelten Tabak, dieCigarros oder Papelitos, verdrängt. Ihre Einführung hatdie Errichtung großer Fabriken zur Folge gehabt. WelchenAufschwung dieselben schon in der Mitte des vorigen Jahr-hunderts in Mexico erreicht hatten, erhellet aus folgender, vondem Pater Joseph Ochs gegebenen Nachricht. In der StadtMexico, sagt er, habe ich ein mir ganz unbekanntes Hand-werk zu sehen bekommen. Es nähren sich hier allein über10,000 arme Mädchen und über 5000 junge Bursche vom Ver-fertigen von Finger langen papiernen Tabakpfeifen, Zigarrosgenannt. Die Papierchen sind einen Lluersi'nger breit, undin diese wickeln sie fein geriebenen Rauch-Tabak. Der Ge-brauch dieses Tabaks ist ganz allgemein, selbst bei Kindernund Weibspersonen. Manche rauchen an einem Tage wohl50 bis 100 solcher Pfeifchen. Niemand geht ohne eine sil-berne oder goldene Büchse voll dieser Pfeifchen, die sie ein-ander präsentiren.
So verhält es sich bis zur neuesten Zeit in allen StädtenMexicos und Central-Amerika's. Männer und Frauen rauchen.Cigarren oder Puros werden in Geschäftszimmern gereicht,in den Speisesaal mitgenommen, ja selbst in Gesellschaftenund auf Bällen ebenso regelmäßig präsentirt, wie Erfri-schungen. Dft sieht man die Sennoritta mit dem brennendenCigarrito im Munde im Tanze dahinfliegen. Auch im Theater