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den Urwäldern lebenden Miranha-Indianer Tabak rauchen.Die Reisenden wohnten einer großen Versammlung derMiranha, Capapana und Tapuize-Indianer bei, in der einesehr große brennende Cigarre von Mund zu Mund wanderte.
Jene Nationen pflanzen noch jetzt Tabak, nicht bloßzum Rauchen, sondern auch zum Schnupfen und Kauen.In der Tupi-Sprache finden sich ferner alle Ausdrücke fürden Tabak und seine Benutzung. Der Tabak heißt Pptuma,eine Tabaks-Pflanzung Pptuma-tpba, eine Cigarre Pptumapita, und gepulverter Tabak Pptuma-cui. Das Wort Pptumaund wahrscheinlich auch das Wort Petun stammen von demWorte Piter her, welches in der Sprache der Tupinambas,Saugen oder Schlürfen bedeutet.
Gegenwärtig sind alle in Brasilien lebenden Indianer-Stämme, die Coroados am Rio Tipotho, die Puris, Corropos,Botocudos, und die Indianer am Rio grande, am Amazonen-Strom und seinen Nebenflüssen, dem Rio Tingu, Rio deTapajos, Madeira, Negro, Branco u. a. leidenschaftlicheRaucher. Sie bedienen sich noch, wie zur Zeit der EntdeckungBrasiliens durch die Europäer, zusammengerollter trocknerBlätter der Tabak-Pflanze, welche sie bauen. Meistens aberstehlen sie den Tabak in den Pflanzungen der Portugiesen.Vielfältig benutzen ferner die Zauberer oder Aerzte, Pajvs,den Tabak bei ihren Kuren, indem sie die Kranken aus großenCigarren anrauchen, um Schweiß zu erregen. Auch blasensie ihnen Rauch in die Nase, die Dhren und den After. Beiden Camacan-Indianern am Rio des Jlheos und Rio Pardo,sowie bei den Culinos-Indianern am Flusse Solimoes herrschtaußerdem noch der sonderbare Gebrauch, daß ein Pajv dieWöchnerin und das neugeborne Kind eine Zeit lang mitCigarren bewuchert.