39
IS31 unter Pedro de Mendoce diente, und jene Länderin allen Richtungen bis zu den Gränzen Brasiliens und Pe-ru's durchzogen hat. Während seines zwanzigjährigen Aufent-halts kam er mit vielen Indianer-Stämmen in Verkehr. Erhatte ihre Sprachen erlernt, und beschreibt ihre Lebensweise,Sitten und Gebräuche. Mit keiner Sylbe aber hat er desRauchens oder Kauens des Tabaks bei einem Volke jenerLänder gedacht. Der Gebrauch des Tabaks scheint erst späterdurch die Spanier eingeführt worden zu sein. Wahrscheinlichwaren es die Jesuiten , welche zuerst Tabak bauten. Im sie-benzehntcn Jahrhundert drangen sie, wie bekannt, in dieWälder jener Länder ein und bekehrten die Indianer mitgroßen Aufopferungen und Entbehrungen zum Christenthume.In dem Lande Entre Nios, zwischen dem Paraguay undParana, sowie in Ehiguitos und Moros, errichteten sie zahl-reiche Missionen und Niederlassungen, in denen der Landbauund die Viehzucht schnell in Aufnahme kamen. Hier führtensie auch die Kultur des Tabaks ein, wie der Pater Charle-voix?) berichtet. Im Jahr 1692, als der Pater Sepp auSTyrol nach Paraguay kam, und sich als Missionar unter denJapayu-Jndianern niederließ, fand er das Tabakrauchen be-reits unter den Indianern sehr verbreitet. Jetzt sind in BuenosAyres, Corrientes, Paraguay, Tukiman und im Gran Chaco alle Einwohner, Spanier und Ereolen, Männer und Frauen,dem Tabak sehr ergeben. Alle Stände, die Reichen, sowiedie Gauchos und Soldaten, pflegen beim Trinken des Materoder Paraguay-Thees kleine Papier -Cigarren zu rauchen. Auch