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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
Entstehung
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109
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beschrieben. Er wird auch oft bei der Anwesenheit eines aus-gezeichneten Häuptlings einer andern Nation oder eines ange-sehenen Fremden aufgeführt. Die Personen, zu deren Ehrender Tanz statt hat, pflegen die Tänzer reichlich zu beschenken.

Bei dem Ealumet muß ich endlich erwähnen, daß dieIndianer auch eine Kriegspseife haben, deren Verzierungenblutroth sind. Ist ein Krieg in der Versammlung der Häupt-linge durch Stimmenmehrheit beschlossen, so sendet der ersteEhef durch Boten eine roth bemalte Pfeife in dem Stammeherum und läßt zur Theilnahme am Kriegszug einladen.Jeder, der sich dem Zug anschließen will, raucht aus der Pfeife.Hat diese die Runde durch den ganzen Stamm gemacht, soerscheinen die Krieger am bestimmten Tage in voller Rüstung.Der erste Anführer pflanzt die Kriegspfeife auf einem freienPlatz an einem roth bemalten Pfahl auf, von Bogen, Pfeilen,Lanzen, Keulen und Streitäxten umgeben, und vor denselbenstellen sich die Krieger auf. Der Häuptling erzählt nun dieHeldenthaten der Nation und ermuntert sie zur Tapferkeit.Dann ergreift er die Pfeife mit beiden Händen und erhebtsie tanzend zur Sonne, neigt sie zur Erde und richtet sie gegendie Krieger. Hierauf zündet er sie an, bläst die ersten Zügegegen die Sonne und die vier Weltgegenden, und dann gegendie Krieger, worauf sie zum Zeichen der Eintracht im Kreiseherumgeht. Jeder einzelne Krieger tanzt nun mit den Waffenin den Händen. Die Kriegspfeife wird auch in die Schlachtmitgenommen. Reicht sie ein Feind mitten im Kampfe, so istes erlaubt sie nicht anzunehmen. Wird sie aber angenommen,so müssen die Waffen sogleich niedergelegt werden.

DaS Tabakrauchen ist auch beim Wahrsagen, und bei allenZauber- oder Medicin-Festen der Indianer im Gebrauch. Voreinem Kriegszug wird stets in einer Versammlung der Häupt-