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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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seine Befehle und Einrichtungen wurden als Gebote derGottheit angenommen und befolgt.

Die Peruaner erweisen der Sonne, als der Quelle desLichts und der Wärme, und als der Erhalten» alles Leben-den die höchste Verehrung. Den Mond sahen sie als dieGattin der Sonne, und die Sterne als ihre Diener an.Ueberall im großen Peruanischen Reiche waren der Sonneprächtige Tempel erbaut, in denen Jungfrauen aus den erstenFamilien ein heiliges Feuer unterhielten, wo bei religiösenFesten wohlriechende Specereien auf Altären brannten undBlumen, Früchte und Thiere zum Dpfer gebracht wurden.Das jährlich gefeierte große Sonnenfest hieß Raymi. Derälteste Sonncn-Tempel befand sich auf einer Insel des SeesTiticaca , der größte, prächtigste und reichste aber, von demGarcilasso eine Beschreibung gegeben hat, war zu Cuzco ,der Hauptstadt des mächtigen Reichs aufgeführt. In ihm warein colossales Bild der Sonne in massivem Gold aufgestellt.Zu beiden Seiten desselben wurden die mumienartig eingc-trockneten Körper der Inkas , in kostbaren Kleidern und mitEdelsteinen geschmückt, auf goldenen Stühlen sitzend, aufbe-wahrt. Beizufügen ist noch, daß die Amautas oder Philo-sophen, und die gebildete Classe des Peruanischen Volks, nachdem Berichte Garcilasso's ') schon mehr geläuterte Reli-gions-Begriffe und die Vorstellung von einer unsichtbarenGottheit hatten. Diese nannten sie Pachacamac, höchstes We-sen oder Weltgeist, und Wiracocha, Schöpfer und Erhalterder Welt, welche nur im Geiste verehrt wurden. Ihre Ehr-furcht war so groß, daß sie es nicht wagten, dieselbe in einemBilde darzustellen und in einem Tempel anzubeten.

) a. a. O. divr. 2. 11.