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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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gegen sie bereits die Halste der berühmtesten Aerzte Frank-reichs vergebens in Anspruch genommen hatte, so beschloß ersein neues Mittel, von dem er so gute Wirkungen gesehenhatte, in Paris bekannt zu machen. Er sendete daher Tabak-blätter und Samen an die Königin Katharina von Medici ,die Gemahlin König Heinrichs des Zweiten, sowie an meh-rere Hofleute, mit der Anweisung, wie der Tabak gebautund gebraucht werden müsse. So berichten Charles Estienne und Jean Liebault'), welche in Frankreich zuerst von derCultur des Tabaks gehandelt haben. Ihr Bericht schließt mitden Worten: ,,Voilü I'ki8to1re verkable cle In lVieotiune,,,«jue le liit sieur Mvot, vcmsoillor clu ro^, Premier in-„ventvur cle eeste kerbe, nous u vommuniguv, meineclonne pur e8orit. . . Sie rühmten zugleich die guten Wir-kungen der zerquetschten grünen Blätter des Tabaks bei Wun-den, alten Geschwüren, Krebs, Flechten und der Kratze, jedochdürfe man bei deren Gebrauch kein gesalzenes Fleisch, keineGewürze und starke Weine genießen. Ferner fügen sie bei,daß der Rauch der auf einer Kohlenpfanne verbrannten ge-trockneten Blatter, durch einen Trichter in den Mund einge-zogen, die Absonderung des Speichels vermehre, wodurchdie beginnende Wassersucht geheilt werde. Endlich erwähnensie der alten Sage, daß sich die Indianer Florida's vom Ta-bak nähren, indem sie den Rauch mittelst besonderer Röhren(pur eertuins eornet8) in den Mund einziehen.

') l.'^Kriou1ture et msiso» rusligue. ksris. 1572. I.ivr. 2. p. 80.

Nicot sagt in dem von ihm herausgegebenen Tresor on vie-tionnaire Oe In IsnKue krsosaise bei dem Worte: Mootiane:LUe e»t üe vertu sümiradle pc»nr guerir toutes oavrure»,pI«Xe«, »leere», oksiiore», äartres et sulrs» tels scciäen» äucorp» Iinmsin.