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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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heim und empfahl die Anpflanzung von Tabak in seinemLande, die er auf alle Weise beförderte. Im Jahr 1738gründete ein Baseler, Samuel Schook, eine Rauch- undSchnupftabak-Fabrik in Berlin , welche gute Geschäfte machte.

Der schnell in Deutschland sich verbreitende Gebrauch desTabaks gab vielen Gewerben Beschäftigung, theils durchVerbesserung, theils durch Erfindung beim Rauchen undSchnupfen benutzter Geräthschaften. Die bei den IndianernNvrdamerika's üblichen, aus gebranntem Thon verfertigtenPfeifen, welche in England und dann in Holland in derStadt Gouda nachgeahmt waren, wurden zu Almerode inHessen, in Köln und vielen anderen Orten fabricirt, undfanden großen Absatz. Pfeifenköpfe wurden ferner aus Holz,Metall, Glas und Porzellan gebildet. Ein großer Luxus-artikel waren im vorigen Jahrhundert die aus Meerschaumgeschnittenen Pfeifenköpfe. Den Meerschaum bezog man An-fangs als eine kostbare Waare aus Griechenland , wo er beiStives, dem alten Theben gegraben wurde, ferner aus Klein-Asien von der Stadt Konie , dem ehemaligen Jconium, undaus Kassa in der Krimm, daher von den Türken Kaffakilgenannt. Er findet sich aber auch in Steicrmark, Italien ,Spanien und in Canada .

Pfeifenrohre, die anfänglich aus geflochtenen Palmblätternoder aus Eisendraht und Leder bestanden, wurden aus Horn,Holz, Glas, Metall und aus Bernstein gefertigt.

Zur Aufbewahrung des Schnupftabaks bediente man sichehemals kleiner gläserner Gefäße, welche kleinen Pulverhör-nern glichen, aus denen man den Tabak auf den Rückender Hand schüttete und zur Nase führte, wie sie noch jetzthin und wieder in Böhmen, in der oberen Pfalz und inTyrol gebräuchlich sind. Dosen mit Deckeln aus verschiede-