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den Verkauf und Gebrauch des Tabaks. Dazu kam noch,daß die Geistlichen bei der Verrichtung des Gottesdienstesvor den Bildern, welche mit Weihrauch und wohlriechendenSpecereien verehrt werden, sich über den übelen Geruch derTabakraucher beschwert hatten. Das Rauchen wurde fernerfür eine Sünde gehalten, nach dem Ausspruche der Bibel:was auS dem Munde ausgeht, ist Sünde. Die auf dasTabakrauchen gesetzten Strafen bestanden in der Knute, imAufschlitzen der Nase und in der Verweisung nach Sibirien .
Obiges Verbot bestand bis zur Zeit der Regierung Pc-ter's des Großen, der es aufhob. Im Jahr 1697, wäh-rend seines Besuchs in London , ertheilte er den Kaufleutender City die Erlaubniß Tabak in Rußland einzuführen, wo-für sie dem Ezar ein Geschenk von 15,000 Pfund Sterlingmachten, welches durch den Gewinn im Tabak-Handel baldreichlich ersetzt war. Es wurde hieraus das Tabak-Monopolerrichtet, dessen einträgliche Pacht Fürst Menschikow, derGünstling Peter's, erhielt. Seit jener Zeit hat sich dasTabakrauchen mit großer Schnelligkeit in allen Provinzendes Russischen Reichs verbreitet, und der Edelmann wie derBauer sind ihm gleich eifrig zugethan. Ein leidenschaftlicherRaucher war der Prinz Carl Peter Ulrich von Hol-stein - Gottorp, der nachmalige Czar Peter IH. SeineTrinkgelage im Tabakgualm mit Günstlingen und ausländi-schen Offizieren auf dem Schloß Oranienbaum gaben dieerste Veranlassung zu Mißhettigkeiten und Zerwürfnissen mitseiner Gemahlin Catharina, die ihm Thron und Lebenkosteten. Die bekannte Sekte der Roßkolniki verschmähteden Tabak, sowie den Kaffee und den Thee.
Die Cultur des Tabaks wurde im vorigen Jahrhundertin den südlichen Provinzen des Russischen Reichs, besonders