nicht des Tabaks. Im Jahr 1580 unternahm John New-berry i) eine Reise über Aleppo nach Lrmus, durchstreiftedann Persien und Armenien , und kehrte über Eonstantinopelnach England zurück. Seine Mittheilungen über Handels-Gegenstände scheinen sehr genau zu sein und es sind vieleBemerkungen über die Lebensart, die Sitten und die Klei-dung der Bewohner jener Länder eingestreut, vom Gebrauchdes Tabaks aber ist nirgends die Rede. Ebensowenig hatdesselben JohnSaunderson, ein sehr unterrichteter und gutbeobachtender Reisender gedacht, der sich vom Jahr 1584 bis
1602 im Orient aufhielt, Syrien, Palastina und Aegypten besuchte, und sechs Jahre in Eonstantinopel lebte. Won nochgrößerem Gewichte ist, daß auch ein in jener Zeit in denwestlichen Landern Asiens reisender Arzt, Leonhard Rau-wolf2), der ein guter Botaniker war, des Tabaks mit kei-ner Sylbe erwähnt hat, wiewohl er des Kaffeetranks, Chaubegenannt, gedenkt. Daß daS Tabakrauchen selbst im Jahr
1603 in Aleppo noch unbekannt war, setzt das ZeugnißWilliam Bideluphs außer allen Zweifel, der bei derEnglischen Factorei daselbst Geistlicher war, und ein überseinen dortigen Aufenthalt geführtes Tagebuch herausgegebenhat. Sehr ausführlich beschreibt er die Lebensart der dortigenBewohner, und fügt Bemerkungen über das Kaffeetrinkenund die damals schon eingeführten Kaffeehäuser bei. Wäredas Tabakrauchen damals schon üblich gewesen, so hätteBideluph, da er vom Trinken des Kaffee's und Scherbets,