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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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nichts Gewisses erfahren. Er, sowie Kämpfer *) haben dievon den Persern erfundene sinnreiche Geräthschaft zum .Rau-chen, welche Galyoun, Kalioun, Khaliaan, Narghil oderNardschili heißt, genauer beschrieben und abgebildet. Sie be-steht aus einem Gefäß von Glas, Porcellan oder Metall(Taf. 11 a.), welches über die Hälfte mit Wasser gefülltwird. In dieselbe wird der aus Metall oder gebranntemThon gefertigte Pfeifenkopf (b) eingesetzt, von dem eineRöhre ausgeht, die bis ins Wasser reicht. Das lange Pfeifen-rohr (v) besteht aus Holz oder aus Drahtspiralen, die mitLeder überzogen sind und führt in den freien Raum derFlasche oberhalb des Wassers (cl). Auf diese Weise gelangtder Rauch beim Saugen durch das Rohr zuerst ins Wasser,wird hier abgekühlt und verliert sein brenzliches Del, wo-durch die Schärfe des Rauchs gemildert wird. Der Rauch-Apparat steht auf dem Boden vor dem auf dem Divansitzenden Raucher.

Auf die Rauchgeräthe verwenden die vornehmen Persergroße Summen und dieselben sind Gegenstände des Prunks.Das Gefäß, welches das Wasser enthält, ist nicht selten ausSilber oder Gold und mit Edelsteinen besetzt, oder es bestehtaus schönem Krystall. Das lange biegsame Rohr ist mitSeide, Sammt, Silber- oder Gold-Stoff überzogen, und mitPerlen verziert. Das Mundstück ist aus Bernstein oder Ambragefertigt. Der mit Rosenwasser befeuchtete Tabak wird mitaromatischen Kräutern und mit wohlriechenden Specereienvermengt. Sehr einfach dagegen ist das Kalioun der nie-

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