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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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391
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Bei einer solchen verderblichen Einrichtung in den Län-dern Europas blieben die schwächlichen, mit mancherlei Ge-brechen behafteten und zum Kriegsdienst untauglichen Männerin der Heimath zurück, und ihnen war es überlasten dasGeschlecht fortzupflanzen. Daß sie keine kräftige Nachkom-menschaft erzeugt haben, beweist die Zunahme so vieler sichvererbender Krankheiten und die große Anzahl jetzt lebenderschwacher, siecher, kraft- und charakterloser Menschen. EinBeleg für obige Behauptung findet sich in folgender Nach-richt der preußischen Wehr-Zeitung: Bei der letzten Ersatz-aushebung hat sich bei den von der Hauptstadt Berlin ge-stellten Mannschaften ein sehr ungünstiges Verhältniß hin-sichtlich der Dienst-Brauchbarkeit herausgestellt. Unter lOOgestellten jungen Leuten wurden kaum 20 vollkommen gesund,kräftig und dienstfähig befunden.

So sehr Naturforscher und Landwirthe in neuerer Zeitdarauf bedacht waren, die Rassen der Hausthiere, der Pferde,Schafe und Rinder, zu veredeln, so wenig haben die Staats-männer verstanden die dabei gewonnenen Grundsätze zurKräftigung und Veredelung der Völker in Anwendung zubringen. Das Wohl und die Kraft der Völker wurde derPolitik zum Opfer gebracht!

Noch von einer anderen Seite hat die Conscription einenhöchst verderblichen Einfluß auf die Wohlfahrt der europäischen Staaten ausgeübt, den wir nicht unbeachtet lassen wollen.Sie hat nämlich die Regierungen genöthigt, um daS vermeint-liche politische Gleichgewicht der Staaten aufrecht zu erhalten,so große Heeresmassen aufzustellen, wie sie in keinem früherenZeitalter gesehen wurden, und sie hat die Regierungen zugleichin den Stand gesetzt, dies mit Leichtigkeit auszuführen. Dabeihaben aber die Staatsschulden eine nie zuvor gekannte Höhe