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Bei allen Völkern der Erde wird eine Neigung wahrge-nommen, sich in den Zustand einer Aufregung zu versetzen,den man Rausch nennt, und der so viele Abstufungen zeigt,von der bloßen Exaltation und leichten Umnebelung derPsyche bis zum gänzlichen Erlöschen bewußter Seelenthätig-keit. In dieser Absicht haben die Völker eine sehr großeAnzahl höchst verschiedenartiger, mehr oder weniger künstlichbereiteter Mittel erfunden. Außer den vielen und so mannig-faltigen geistigen Getränken gehört dahin der bei asiatischenVölkern eingeführte Genuß des .Opiums, der bei den Be-wohnern der Südsee-Inseln übliche Trank des Rauschpfeffers(piper inebrian« 8. metlrv8tivum), als Ava- oder Kava-Trank bekannt, und der bei den Kamtschadalen, Koriaken,Jakuten, Tungusen und Buratcn so beliebte Genuß desFliegenschwamms (^Karieu8 inu8eaiiu8 8. ^manita rnu8-varia). Außerdem werden aber noch verschiedene vegetabi-lische Substanzen gleich dem Tabak, als erregende und be-rauschende Mittel, geraucht, geschnupft oder gekaut. Dahinsind zu zählen das in Asien übliche Rauchen von Hanf undOpium: das Schnupfen von Jupa-, Niopo- und Parica-Pulverbei vielen Indianer-Völkern Südamerikas ; und das KauendeS Betels in Asien , des Kaads in Arabien, der Guru-Nüßein Afrika, und das Kauen der Eoca in Südamerika . DieWirkungen dieser Genußmittel, welche in vieler Hinsicht denendes Tabaks ähnlich sind, wollen wir hier noch näher betrach-ten, indem ihr Gebrauch für viele Völker ebenso ein Lebens-Bcdürfniß geworden ist wie der Tabak.